Platz für Radler, Oasen der Ruhe

Der neue Viktualienmarkt: Das wünschen sich die Münchner

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Der Viktualienmarkt im Herzen Münchens. 

Der Viktualienmarkt wird saniert und die Stadt hat Bürger nach ihren Wünschen befragt. Das ist das Ergebnis. 

München - Hätte man Axel Markwardt (SPD) gefragt, er hätte es vermutlich sehr ähnlich gemacht. „Das passt sehr gut“, sagt der Chef des Kommunalreferats bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse des Bürgergutachtens zur Sanierung des Viktualienmarkts. Die abschließende Präsentation des Gutachtens vor dem Stadtrat ist für Januar geplant. 

Die Stadt hatte 118 Menschen im Alter von 14 bis 87 Jahren im Zufallsverfahren aus dem Einwohnerregister ausgewählt. Vom 9. bis 19. Oktober hatten sie sich mit der Sanierung des Viktualienmarkts beschäftigt. Fazit: Der Charakter des Markts soll erhalten bleiben. Allerdings sehen die Münchner Handlungsbedarf an zwei Stellen.

 An der Ecke Rosental (Sanierungs-Abteilung sechs) und auf der Fläche an der Ecke Frauen-/Westenriederstraße (Abteilung zwei) soll sich etwas ändern. Das sieht auch Markwardt so. „Die Abteilung sechs sehe ich auch als Schwachpunkt, und eine Veränderung der Abteilung zwei liegt mir auch sehr am Herzen.“ Hier lesen Sie, was sich die Bürger wünschen. 

Mehr Platz für Radler

Auf der Fläche vor dem Pschorr könnten Standl entstehen und neu angeordnet werden, um dann mehr dem Charakter des Markts zu entsprechen. Markwardt bemängelt, dass es dort am Zugang des Markts „kein schönes Entree“ gibt. Die Bürger wiederum könnten sich einen Durchgang für Radler von der Frauen- zur Prälat-Zistl-Straße vorstellen und wünschen sich zudem mehr Abstellflächen für Fahrräder. Denkbar ist auch eine Radlgarage in den neu zu schaffenden Kellerräumen.

Mehr Oasen der Ruhe

Was sich jetzt schon sagen lässt, ist, dass die Bürger die Vorgabe des Kommunalreferenten Markwardt mittragen. Der hatte ja das Motto einer behutsamen, sanften und liebevollen Sanierung ausgegeben. Dem folgen auch die Bürgergutachter: Der Charakter des Vitkualienmarkts soll erhalten bleiben. Insgesamt wünschen sich die Münchner Sanitäranlagen, eine Optimierung der hygienischen Voraussetzungen und mehr Oasen der Ruhe. Das sieht auch Markwardt so, der einen Markt bevorzugt, der auch außerhalb der Verkaufszeiten zum Flanieren oder zum Verweilen einlädt. Die Mehrheit der Bürergutachter favorisiert zudem in den meisten Bereichen des Markts eine Sanierung im Bestand. Allerdings gibt es da auch Ausnahmen (siehe Texte links und rechts). Ein weiterer Wunsch der Bürger ist eine bessere Regelung des Verkehrs rund um den Viktualienmarkt. Darüber hinaus gibt es auch den Gedanken, die Stadtbäche bei der Sanierung wieder freizulegen.

Weniger Müll

Der Bereich an der Frauen-/Westenriederstraße birgt wohl am meisten Potenzial zur Entwicklung. Er gilt als unansehnlich, was auch dadurch bedingt ist, dass dort die Müllcontainer untergebracht sind. Vorstellbar ist, dass dort ein größeres Gebäude entsteht, das zu drei Seiten im Erdgeschoss Ladenzeilen beherbergt. Dort könnten auch die Müllcontainer Platz finden. Zudem gibt es die Idee für eine Galerie auf dem Dach, eventuell mit gastronomischer Nutzung. Durch solch ein Projekt könnte die Architektur der Metzgerzeile aufgegriffen werden. Ferner böte ein großes Gebäude auch mehr Platz für einen großen Keller, der dann das Problem mangelnder Lagerfläche mit lösen könnte. Alternativ gibt es den Vorschlag mehrerer kleiner Gebäude, die eine Art Hof bilden.

Geschichten aus München posten wir auch auf unseren Stadtviertel-Seiten. Hier geht es zur Liste. 

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