Italienische Gruppe übernimmt Mehrheit

Oh Kohle mio! Neuer Besitzer für Oberpollinger

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Immobilienriese René Benko (38).
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Über Ober- und Unterpollinger: Die Geschichte: Was wir heute als eines der wichtigsten Münchner Kaufhäuser kennen, war ursprünglich mal eine Brauerei – nämlich diejenige des Herrn Christoph Pollinger (das war im Jahr 1584).
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Seine Familie hatte auch noch eine zweite Braustätte an der Sendlinger Straße. Die logische Unterscheidung: der obere und der untere Pollinger … Zwischendurch wurde das Gebäude zum Hotel, im Jahr 1905 dann zum Kaufhaus. Die Geschichte blieb wechselvoll, inklusive Schlussverkaufs-Wahnsinn (1953, siehe Foto).
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Seit 1927 gehört das Haus zu Karstadt, mittlerweile zur KaDeWe Group.
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Oh Kohle mio! Der Oberpollinger wechselt mal wieder den Besitzer – und es wird um viel Geld gehen.

Die italienische Kaufhausgruppe La Rinascente steigt als strategischer Partner ein und bekommt 50,1 Prozent der Oberpollinger-Mutter KaDeWe Group. Die restlichen 49,9 Prozent verbleiben beim bisherigen Besitzer Signa Retail. Was das konkret für das Edel-Kaufhaus in der Münchner Fußgängerzone heißen wird, ist noch nicht klar. Signa-Retail-Chef Wolfram Keil sagt nur: „Unsere Strategie ist nachhaltig und auf qualitatives Wachstum ausgelegt.“

Jedenfalls wieder ein neues Kapitel in der eh schon wechselvollen Geschichte des Oberpollinger. Der bisherige Eigentümer Signa Retail gehört zur Signa Holding, die der österreichische Immobilienriese René Benko (38) gegründet hatte (dort macht er nicht mehr das operative Geschäft, ist aber Vorsitzender des Beirats). Zur KaDeWe Group gehören neben dem Oberpollinger das Alsterhaus in Hamburg sowie das KaDeWe in Berlin.

Wie viel die Italiener für die Anteile zahlen, ist geheim. Ganz offiziell ist dagegen diese Zahl hier: Signa und La Rinascente wollen zusammen einen dreistelligen Millionenbetrag in die KaDeWe-Gruppe pumpen. So soll alles noch luxuriöser, noch pompöser werden.

Wie das in München ankommt, muss man sehen. Was früher mal ein ganz klassisches Kaufhaus war, ist ja eh schon zum Markentempel geworden, wo sich die schönen und/oder reichen Kunden die Gucci- und Chanel-Klinken in die Hand geben können. Nicht unbedingt zur Freude von Otto-Normaleinkäufer …

Wie’s ausschaut, könnten bald noch ein paar Edel-Marken dazukommen – wie gesagt noch ohne Einzelheiten. Wobei: Ein Detail gibt’s dann doch. Man denkt wohl ganz konkret über eine Luxus-Schlemmer-Abteilung nach.

Hier lächelt der Kunde Nummer 1

Da haben sie richtig Spannung gehabt beim Elektrohändler: Zum Start des 20-jährigen Jubiläums hat die Kette expert TechnoMarkt ihren ersten Kunden ausfindig gemacht. Nach einer Suchaktion stand Michael Kickner als ganz besonderer Zeitzeuge jetzt wieder im Fachmarkt in Kaufbeuren.

Der 31-Jährige bekam jetzt einen Einkaufsgutschein als Dankeschön überreicht – genau wie seine Mutter und ein Nachbar, die bei der Suche behilflich waren (zusammen 300 Euro).

„Wir freuen uns riesig, dass wir nach so vielen Jahren unseren ersten Kunden wiedergefunden haben. Und ein wenig stolz sind wir auch, schließlich haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihn zu finden“, sagt Peter Melzl, einer der vier expert TechnoMarkt Geschäftsführer. Gesucht hatte man mit einem Foto, das am 1. Juni 1995 bei der Eröffnung des ersten TechnoMarkts in Kaufbeuren entstanden war. Es zeigte den ersten Kunden, einen Schuljungen, beim Kauf der damals aktuellen Bravo Hits CD – Name und Adresse des damals elfjährigen Buben waren nicht bekannt. Das Foto machte unter anderem bei Facebook die Runde. Gut eine Woche hat es gedauert, dann war die Suche beendet.

20 Jahre später trafen sich nun alle Beteiligten im Fachmarkt in Kaufbeuren wieder. Michael Kickner wohnt immer noch in Kaufbeuren und staunte nicht schlecht, als er sein Foto wiederentdeckt hat: „Ich musste lachen. Unglaublich, dass sich der Kauf einer CD 20 Jahre später auszahlt.“

Uli Heichele

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