Der neue Platzl-Hirsch

Generationswechel bei den Inselkammers

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Peter Inselkammer (73) übergibt die Leitung des Platz Hotels an seinen gleichnamigen Sohn (44).

München - Am Mittwoch hat Vater Inselkammer den Schlüssel seinem gleichnamigem Sohn übergeben – für das Platzl Hotel in der Altstadt. Ein Generationenwechsel, der lange vorbereitet war.

Es ist kein Abschied, a bisserl rum-gschafftln konn i scho no“, sagt Peter Inselkammer senior und lacht herzhaft. Am Mittwoch hat Vater Inselkammer den Schlüssel seinem gleichnamigem Sohn übergeben – für das Platzl Hotel in der Altstadt. Der 44-jährige Junior übernimmt ab jetzt die Leitung des Traditionshauses.

Ein Generationenwechsel, der lange vorbereitet war: Denn seit bereits 15 Jahren führten beide gemeinsam die Geschäfte für das Platzl Hotel. „Von meinem Vater habe ich sehr viel gelernt“, sagt Inselkammer. Der 73-Jährige kontert: „Und mein Sohn inspirierte mich mit frischen Ideen.“ Gestritten hätten sie nie, so die Inselkammers. Und man nimmt es ihnen auch ab. Es ist der gegenseitige große Respekt, der Vater und Sohn so harmonisch miteinander umgehen lässt.

Der neue, junge PlatzlHirsch wird indes aber auch die alleinige Verantwortung sowohl für das Armbrustschützenzelt auf der Wiesn sowie für die Brauerei Aying übernehmen, die auch zum Besitz der Münchner Unternehmerfamilie gehört.

Peter Inselkammer vor 15 Jahren am Platzl.

„Heuer bin ich 30 Jahre auf der Wiesn. Aber man muss loslassen können und einer neuen Generation Platz machen“, erklärt der Senior. In seiner Jugend wurde dem gelernten Bierbrauer von seinem Beruf abgeraten, da die Aussichten nicht so rosig erschienen: „Also habe ich mich mit dem Verkauf des Bieres in der Wirtschaft beschäftigt.“ Inselkammer ging auf die Hotelfachschule nach Bad Wiessee und eröffnete 1973 den Ayinger Hof in Neuperlach. 1986 ließ der Vater von drei Kindern und acht Enkeln das Platzl Hotel, das sein Vater 1956 errichtet hatte, abreißen – und baute es komplett neu auf.

Mit Peter junior, Vater von vier Kindern, geht das Platzl in die dritte Generation über. Der Senior weiß das Erfolgsrezept: „Ich habe meinen Beruf stets gerne gemacht und daheim nie über den Betrieb geschimpft. Wie sollen die Kinder dein Unternehmen übernehmen, wenn du ständig jammerst?“

Tina Layes

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