Dritte Filiale in München

Neues Cotidiano in der Maxburg: Seelenfutter vom TV-Koch

+
Stolze Gastgeber: Für ihr drittes „Cotidiano“-Restaurant konnten die Geschäftsführer Theodor Ackbarow (li.) und André Köpping (re.) Starkoch Holger Stromberg gewinnen. Er hat die Speisekarte entwickelt und stellte gestern vorab einige der neuen Kreationen vor. Offizielle Eröffnung ist am Freitag.

Holger Stromberg hat die Speisen für das Restaurant „Cotidiano“ entwickelt, das am Freitag in der Maxburg eröffnet.

München - Wer eine Scheidung hinter sich hat, dem ist die Maxburg ein Begriff – befindet sich doch das Amtsgericht in dem schmucken 50er-Jahre-Ensemble. Vielen Münchnern sagt der Name Maxburg jedoch nichts, obwohl sie im Herzen der Stadt liegt, umrahmt von Maximiliansplatz, Promenadeplatz und Prannerstraße. Jetzt kommt wieder Leben in den verschlafenen Innenhof des Gebäudes: Das „Cotidiano“, das bereits am Gärtnerplatz und in Schwabing funktioniert, eröffnet hier am Freitag seine dritte Filiale. Der Gastronomiebetrieb soll den ganzen Tag über eine Anlaufstelle sein – und bietet 120 Plätze innen sowie weitere 130 auf der Sonnenterrasse.

Gründer André Köpping (41) und Geschäftsführer Theodor Ackbarow (35) konnten ein prominentes Gesicht für ihr jüngstes Lokal gewinnen: TV-Koch Holger Stromberg, der zehn Jahre lang die deutsche Fußballnationalmannschaft verköstigte, hat die Speisen erdacht. „Ich habe ein halbes Jahr lang am Konzept gearbeitet und viel Hirnschmalz reingesteckt“, sagt der 45-Jährige und lacht. Die neue Speisekarte nennt er „ernährungskompatibel“. Soll heißen: Fleischesser, Vegetarier und Veganer sollen gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. In den Gerichten steckt viel Gemüse, denn „das sollten wir eigentlich am meisten essen“, sagt Stromberg. Sein „Seelenfutter“, wie er es nennt, soll „bunt und ausgeglichen“ daherkommen.

Das Ergebnis: Salate wie der „Orient Delight“ (Tabouleh aus Bulgur mit geraspeltem Blumenkohl, Kräutern, Rucola und Granatapfel 6,90 Euro), Fleisch vom Grill (Lammburger 12,50) sowie ofenfrische Flammkuchen (mit Süßkartoffel und Ziegenfrischkäse 9,90 Euro). Stromberg empfiehlt auch die hausgemachten Smoothies (4,20 Euro). Da das Cotidiano bisher „getreidelastig und feminin“ (Stromberg) ausgerichtet war, gibt es auch eine Auswahl an Backwaren und Törtchen.

Auch die Ausstattung mutet ähnlich wie in den anderen Filialen an: viel Holz und Naturmaterialien, dezenter Einsatz von Farbe. Hingucker: große Korblampen an der Decke. Das Herzstück im Laden: die Bar. An der langen Theke kann der Geschäftsmann morgens seinen Espresso exen oder abends einen Cocktail schlürfen. In Anlehnung an die bayerische Biergarten-Gemütlichkeit gibt es zudem einen extragroßen Tisch, an dem Gruppen Platz finden – oder verschiedene Gäste zusammenrücken sollen. Denn: „Gemeinschaft entsteht, wenn man zusammen am Tisch sitzt“, findet Geschäftsführer Theodor Ackbarow. Er zieht einen Vergleich zu den frühen Menschen, die gemeinsam am Feuer saßen. Das Restaurant soll dem „urbanen Lebensstil gerecht werden und dem Bedürfnis nach Gemeinschaft“.

Der Freistaat Bayern, dem die denkmalgeschützte Maxburg – erbaut vom Münchner Stararchitekten Sep Ruf – gehört, hat die Immobilie für zunächst zehn Jahre an das Cotidiano vermietet.

Das Cotidiano an der Maxburgstraße 4 hat Montag bis Donnerstag von 7.30 von 23 Uhr geöffnet, Freitag, Samstag und vor Feiertagen bis 1 Uhr sowie Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 21 Uhr. Telefon: 089/ 21 54 36 32 80.


Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.


Auch interessant

Meistgelesen

Mann suchte Kontakt zu Pädophilen - „Abartiges Material“ schockiert Ermittler
Mann suchte Kontakt zu Pädophilen - „Abartiges Material“ schockiert Ermittler
Die Stadt München plant Verdopplung der Parkgebühren
Die Stadt München plant Verdopplung der Parkgebühren
Wer hat Pablo „ins Auto gelockt“? Neue Bilder des vermissten Jack Russells
Wer hat Pablo „ins Auto gelockt“? Neue Bilder des vermissten Jack Russells
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm

Kommentare