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Kundgebung in München gegen Fremdenhass beendet

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Der Blick auf die Bühne bei der Kundgebung.

München - Das Münchner Flüchtlingshilfsprojekt Bellevue di Monaco veranstaltete am Donnerstag an der Staatsoper eine Kundgebung gegen Angst und Fremdenhass.

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+++ Der offizielle Teil der Kundgebung ist nun vorbei. Wir verabschieden uns an dieser Stelle und schließen den Ticker.

Die Band Notwist.

+++ Die Band Notwist macht sich für ihren Auftritt warm.

+++ Der Platz vor der Staatsoper leert sich zusehends. Auf dem Programm steht noch die Band Notwist.

+++  Juliane Köhler, offizielles Statement vom Residenztheater: „Sagt an die Retter des Abendlandes: Auf eure Art wollen wir nicht gerettet werden.“ Das ganze Statement gibt es auf der Homepage des Residenztheaters zum Nachlesen.

+++ Rüde (Sportfreunde Stiller) ist jetzt am Mikrofon: „Hunderttausende von Menschen müssen bei den Temperaturen draußen campieren und es ist zutiefst beschämend, dass man es in Frage stellt ihnen helfen zu müssen.“

Der syrische Friedenschor.

+++ Der syrische Friedenschor hat abwechselnd auf deutsch und arabisch die Europahymne gesungen. Beim anschließenden Lied haben die Chormitglieder Tränen in den Augen: Es handelt vom alten Syrien. Traditionell stimmt der Chor auch „Freude schöner Götterfunken“ an. 

+++ Laut Polizei haben sich heute Abend insgesamt 4.000 Menschen auf dem Platz eingefunden. 

+++ Nachdem der syrische Friedenschor gesungen hat, legen die Teilnehmer der Kundgebung eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Berlin ein.

+++ Günter Sigl: „Ich bin immer fürs miteinander, auch wenn es am Anfang schwieriger ist als das Gegeneinander.“

+++ Für alle, die nicht dabei sein können, ein kleiner Ausschnitt vom Auftritt.

+++ Willy Astor und Spieler Murphy Gang machen erst einmal ein Selfie mit dem Publikum bevor sie „Sommer in der Stadt“ und „Schickeria“ spielen. Von Sommer kann allerdings keine Rede sein, die Teilnehmer stehen seit 18 Uhr in der Kälte. Einige halten warmen Glühwein in den Händen. „Dass wir alle miteinander lachen, das gefällt mir“, sagt der Sänger der Spider Murphy Gang ins Publikum.

+++ Nach mehreren musikalischen Einlagen spricht einer der ersten Bewohner des Flüchtlingsprojekts von Bellevue di Monaco: „Viele Deutsche wollen etwas erreichen, aber sie bekommen keine Chance. Meine Freunde wollen etwas erreichen, aber sie müssen zurück ins "sichere" Afghanistan. Asylrecht ist Menschenrecht genau das fordern wir für alle.“

+++ Florian Brunn (SPD): „Der brutale Anschlag in Berlin macht betroffen. Solche Vorfälle machen natürlich Angst und schüren vielleicht Hass. Angst und Hass sind aber keine guten Ratgeber, schon gar nicht für die Politik. Wer jetzt alle Muslime unter Generalverdacht stellt, der spielt den Rechtsradikalen in die Hände.“

+++ Hajer Dahri: „Es ist das Zeichen einer Demokratie, dass die Minderheiten auch beschützt werden. Das scheinen die Damen und Herren von AfD und Pegida oft zu vergessen. Wir sind die Wächter der Demokratie.“

+++ Hajer Dahri (Muslimrat München e.V.): „Wir müssen als eine Einheit, als eine Gesellschaft hier stehen und uns gegen den Hass stellen, der dazu dienen soll uns zu spalten und gegeinander aufzuhetzen.“

+++ Auch die Polizei zählt rund 3.000 Teilnehmer.

+++ Matthias Weinzierl (Bellevue die Monaco): „Es ist ein Unrecht Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Wer behauptet in Afghanistan gäbe es sichere Gegenden lügt. In diesem Land herrscht Krieg. Massenabschiebungen machen sprachlos.“

+++ Rund 20.000 Menschen passen auf den Platz vor der Staatsoper. Unser Reporter Johannes Welte schätzt die Anzahl der Teilnehmer auf circa 3.000.

+++ Die Staatsoper hat noch mehr Fahnen mit Statements aufgehängt, passend zu dem Motto „Wir sind alle von irgendwo“

+++Marian Offmann von der CSU verurteilt die Rechtsextremisten und Hassprediger: „Wir dürfen nie zulassen, dass die Werte, die uns glücklich machen, mit den Füßen getreten und zerstört werden.“

+++ Insgesamt sind nur wenige Plakate zu sehen auf dem Platz. Unsere Reporterin Judith Issig hat trotzdem welche entdeckt: Sprüche wie „Hass ist krass. Liebe ist krasser“ und „Hass macht hässlich“ stehen darauf.

Teilnehmerinnen der Kundgebung halten ein Schild mit der Aufschrift „München ist bunt“ hoch.

+++ Wie Reporter Johannes Welte berichtet, füllt sich der Platz nun auch hinter dem Denkmal.

+++ Dominik Krause von den Grünen verurteilt das neue Integrationsgesetz. Es sei ein Angriff auf uns alle.

+++ Matthias Weinzierl, Versammlungsleiter von Bellevue di Monaco, fordert eine offene und freie Gesellschaft. Das kriege man allerdings nicht geschenkt, dafür müsse man auf der Straße und am Arbeitsplatz einstehen. 

+++ Till Hoffmann, Lustspielhaus-Chef und Mitveranstalter von Bellevue di Monaco, sagt auf der Bühne: „Man kann es sich nicht aussuchen, wo man her kommt. Es ist egal woher die Leute kommen, erst einmal willkommen heißen. Wir sagen Nein zu der Hetze die aktuell stattfindet.“

+++ Auch die Münchner Staatsoper hat anlässlich der Kundgebung ein Zeichen gesetzt. Drei Banner hängen zwischen den imposanten Säulen. Darauf steht: 

+++ Wie Reporterin Judith Issig berichtet ist die Stimmung bisher sehr friedlich und besinnlich. Teilnehmer lauschen andächtig, dem was auf der Bühne gesagt wird. 

+++ Der Platz vor der Bühne füllt sich langsam aber sicher.

+++ Einige Teilnehmer der Kundgebung sind bereits in Weihnachtsstimmung: Eine Teilnehmerin hat sich eine Lichterkette auf die Mütze gebunden und trägt ein goldenes sternförmiges Plakat mit der Aufschrift „Fürchtet euch nicht“.

+++ Maximilian Brückner und Stückl betreten die Bühne zusammen mit den Jungen Riederinger Musikanten.

+++ Noch sind erst rund 800 Leute versammelt, schätzt unser Reporter Johannes Welte. Es strömen aber noch einige dazu.

+++ Für Sie im Einsatz: Unsere Reporter Johannes Welte und Judith Issig sind vor Ort, ebenso wie unser Videojournalist Frederik Klapp.

+++ Matthias Weinzierl, Versammlungsleiter von Bellevue di Monaco, wünscht bei der Eröffnung einen "schönen, friedlichen, lebendigen Abend"

+++ Die Sportfreunde Stiller spielen sich schon auf der Bühne warm. Um 18 Uhr geht die Kundgebung los. Wir streamen ab circa 18.15 Uhr für Sie live vom Max-Joseph-Platz vor der Staatsoper. 

+++  Unser Autor Matthias Bieber schreibt in seinem Kommentar, warum es wichtig ist, aufzustehen und sich für andere einzusetzen. 

+++ Unter dem Motto „Wir sind alle von Wo! Angst? - sicher ned! lädt die Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco am 22. Dezember zur Kundgebung auf den Max-Joseph-Platz. Los geht es um 18 Uhr.

Das Bündnis will damit ein vorweihnachtliches Zeichen gegen für Offenheit gegen Populismus und gegen Rassismus, Fremdenhass und Ausgrenzung setzen, heißt es in einer Mitteilung.

+++ Unter dem Eindruck der ersten Montagsdemonstrationen von Pegida in Dresden waren schon vor zwei Jahren 15.000 Menschen am 22. Dezember zum Max-Joseph-Platz gekommen um dort ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für Solidarität zu setzen. 

+++ Der ungefähre Ablauf:

18.00: Bellevue-Eröffnung 

18.10: Dominik Krause (Stadtrat Grüne, "München ist bunt") 18.20: Marian Offman (Stadtrat CSU) 

19.00: Spider Murphy Gang und Willy Astor 

19.15 bis 19.30: Auftritt eines afghanischen Jugendlichen und des syrischen Flüchtlingschors 

19.40: Rüde von den Sportfreunden Stiller 

19.45: Hannes Ringlstetter 

20.00: The Notwist 

20.30: offiziell Ende

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