Lösung für Raumnot

Ort zum Gebet: Kammerspiele helfen Muslimen

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Erkan Inan während der Vorbereitungen.

Weil gleich mehrere Moscheen wegen Überfüllung geschlossen wurden, mangelt es den Münchner Muslimen an Orten zum Gebet. Nach den Jesuiten der Michaelskirche, boten jetzt die Kammerspiele Hilfe wegen der Raumnot an.  

München - Nach der Kirche nun die Kultur: Am Freitag versammelten sich Muslime zum Gebet in einem Raum der Kammerspiele an der Hildegardstraße. „Wir suchen zusammen mit den gesellschaftlichen Akteuren unserer Stadt nach Lösungen“, beschrieb Erkan Inan die Intention der Veranstaltung. Inan war bereits vor einer Woche im Michaelssaal unter den Helfern. 

Er hofft, dass es gelingt, für den an diesem Samstag beginnenden Ramadan ein festes Quartier zu finden.

Am 12. Mai hatte der Münchner Muslim Massi Popal (28) eine Veranstaltung für das öffentliche Gebet für kanpp 200 Teilnehmer auf dem Marienplatz angemeldet. Dies wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Grund waren Sicherheitsbedenken, weil die Veranstaltung rechte Gruppen auf den Plan gerufen hatte. Rund 150 Muslime waren dennoch gekommen – und fanden Unterschlupf bei den Jesuiten in St. Michael. Rund eine halbe Stunde beteten die Muslime im Gemeindesaal. „Gott ist überall“, erklärte Jesuitenpater Karl Kern die spontane Hilfe.

sc

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