Gerücht bestärkt

Primark kommt wahrscheinlich in die Münchner City

München - Seit Ende September ist Forever 21 aus dem Joseph-Pschorr-Haus raus. Die Besitzerin des riesigen Leerstands verhandelt mit Nachmietern. Es ist wahrscheinlich Primark.

Wie der Münchner Merkur aus Branchenkreisen erfahren hat, soll Primark das höchste Gebot für die 6800 Quadratmeter riesige Fläche abgegeben haben. Die Adresse Neuhauser Straße 19  würde der Billigmodekette ins Konzept passen: riesig, schick, 1A-Citylage mit vier Etagen. Merkur.de und tz.de hatten Anfang Oktober zuerst über den Leerstand und mögliche Nachmieter berichtet.

Der Vorsitzende des Vereins Citypartner München, Wolfgang Fischer, spricht das aus, was wohl viele Händler an der Neuhauser- und Kaufinger Straße denken: Primark wäre kein Wunschkandidat, nicht in einer Immobilie in Spitzenlage. Was Fischer an Primark stört, ist, dass die Textilkette "ein bisschen in die Richtung Ramsch und Discounter" gehe.

Kleidung von Primark hat insbesondere beim sehr jungen Publikum viele Fans, wird in der Branche als "Wegwerfmode" kritisiert. Gerade deshalb hätte eine Filiale das Potenzial, das Münchens Schickimicki-Shopping-Image zu zerstören.

Eröffnet H&M dort seine 13. München-Filiale?

Ein anderer Mietinteressent für die wertvolle Verkaufsfläche in der Altstadt soll H&M sein, wie die Fachzeitschrift Textilwirtschaft schreibt. Es wäre jedoch schon die 13. Filiale des schwedischen Modekonzerns in München.  

Besitzerin des Joseph Pschorr Hauses kommentiert Gerüchte nicht

Trostloser Anblick, nicht nur weil es an diesem Tag der Aufnahme regnet. Forever 21 ist seit Ende September raus aus dem Joseph Pschorr Haus an der Neuhauser Straße.

Die Besitzerin des Joseph-Pschorr-Hauses, die Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG., kommentiert die Gerüchte nicht. Die Pressesprecherin wiederholte am Montag das, was sie schon Anfang Oktober gesagt hat: dass die Verhandlungen laufen und das Ergebnis erst bekanntgegeben wird, sobald der Vertrag unterzeichnet ist. Das Mietverhältnis mit Forever 21 sei zum 30. September 2015 "im gegenseitigen Einvernehmen" gekündigt worden.

Die Sprecherin lässt offen, ob die Bayerische Hausbau ausschließlich Gespräche mit Modehändlern führt. Fischer von Citypartner München hält jedoch eine andere Branche, etwa Möbel oder Bücher, für unwahrscheinlich. "Es spricht schon einiges dafür, dass dort wieder Mode verkauft wird." Allerdings hält er es für weniger wahrscheinlich, dass tatsächlich Primark einzieht. Bei der hohen Miete müsste das Unternehmen schon viele Drei-Euro-T-Shirts verkaufen, sagt er.  

Primark eröffnet definitiv Filiale in Ingolstadt

Falls Primark nicht nach München kommt, verlegen die Teenager der Stadt ihre Shoppingtouren bald nach Ingolstadt: Dort wird die irische Modekette eine Filiale eröffnen.

Video vom April 2016: Primark kommt nun doch nach München

sah

 

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Rubriklistenbild: © Lukas Praller

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