Sie schlugen nicht nur in der Münchner Fußgängerzone zu

Auf Umwegen: Aufmerksamer Fahnder lässt Diebinnen schnappen 

Einem Taschendiebfahnder fallen zwei Frauen in der Fußgängerzone auf. Er lässt sie zunächst ziehen - erkennt sie aber später auf Lichtbildern und veranlasst ihre Verhaftung.

München - Bereits am 24. März fielen einem Taschendiebfahnder der Münchner Kriminalpolizei zwei Frauen auf, die sich in einem Kaufhaus in der Fußgängerzone verdächtig verhielten. Laut Polizeibericht beobachtete der Beamte die beiden Frauen, sie unternahmen aber nichts strafbares. 

Die Frauen stiegen am Hauptbahnhof in den Fernzug nach Stuttgart ein. Der Fahnder ging zurück zu seiner Dienstelle und glich dort Lichtbilder ab, dabei erkannte er die Frauen und ermittelte ihre Namen. Es stellte sich heraus, dass gegen die Frauen, Bulgarinnen im Alter von 29 und 33 Jahren, ein Haftbefehl des Amtsgerichts Augsburg wegen gewerbsmäßigem Taschendiebstahls vorlag. Der Kripo-Beamte informierte Kollegen in Augsburg, die dann die Festnahme der gesuchten Diebinnen in dem Fernzug veranlassten. 

Durch Videoaufzeichnungen konnte die Münchner Polizei den Verdächtigten mindestens zwei Taschendiebstähle nachweisen - außerdem versuchten die Frauen mit einer gestohlenen EC-Karte Geld abzuheben. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, dass die Bulgarinnen in den Kaufhäusern mehrfach ihr Aussehen durch das Aufsetzen verschiedener Perücken veränderten, was für die Polizei ein Hinweis auf hohe Professionalität und kriminelle Energie ist.

Die beiden Frauen wurden in die Justizvollzugsanstalt Aichach eingeliefert - auch in München wurde ein Strafverfahren wegen gewerbsmäßigem Taschendiebstahl gegen sie eingeleitet.

fr

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