Wegen Moschee-Schließung

Protest-Aktion am Marienplatz abgesagt: Muslime beten in Kirche

Wegen der geplanten Schließungen von Moscheen in München wollten sich am Freitag rund 150 Muslime zum gemeinsamen Gebet auf dem Marienplatz treffen. Doch die Aktion wurde abgesagt. 

München - Das geplante Freitagsgebet von Muslimen auf dem Marienplatz ist vom Veranstalter abgesagt worden. Grund waren Sicherheitsbedenken, weil die Veranstaltung rechte Gruppen auf den Plan gerufen hatte. Rund 150 Muslime waren dennoch gekommen – und fanden Unterschlupf bei den Jesuiten in St. Michael. Rund eine halbe Stunde beteten die Muslime im Gemeindesaal. „Gott ist überall“, erklärte Jesuitenpater Karl Kern die spontane Hilfe.

Man habe rechten Kräften keine Plattform bieten wollen“, sagte Massi Popal (28), der das Gebet organisiert hatte. Tatsächlich war ein gutes Dutzend Extremisten erschienen. Zu Konflikten kam es nicht. Mit dem Gebet wollten die Muslime gegen die Schließung der Innenstadt-Moscheen protestieren. „Es ging aber nie um Protest oder Schuldzuweisungen. Wir wollten die Öffentlichkeit nur auf die missliche Lage der Muslime aufmerksam machen“, so Popal. Nun soll es Gespräche mit der Stadt geben, wo die Moscheen unterkommen können. „Wir vertrauen darauf, dass OB Dieter Reiter und der Stadtrat mit uns gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten.“

Lesen Sie hier genau, warum das Freitagsgebet auf dem Marienplatz abgesagt wurde.

chu/ska

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