"Wir fühlen uns nicht ernst genommen"

Protestcamp am Sendlinger Tor: Das planen die Flüchtlinge

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Bis zum 30. September dürfen die Flüchtlinge am Sendlinger Tor bleiben.

München - Am Sendlinger Tor Platz brodelt es: Am 7. September hatten Flüchtlinge dort ein Camp eingerichtet. Bis heute harren zwischen 60 und 120 Menschen aus um zu protestieren.

Sie fordern bedingungsloses Bleiberecht, den Stopp aller Abschiebungen und bessere Lebensbedingungen in ihren Unterkünften. Passiert ist bisher nichts. Das frustriert und verärgert die Flüchtlinge zunehmend. Kein namhafter Politiker ist bisher vorbeigekommen, um mit den Flüchtlingen zu sprechen. Doch genau das wünschen sie sich. Jemanden, der ihnen zuhört und der ihnen helfen, ihre Situation verbessern kann. „Wir fühlen uns nicht ernst genommen mit unseren Anliegen“, sagt ein Sprecher der Flüchtlinge. Nur einige Stadträte hätten bisher vorbeigeschaut. Zwei von den Grünen, einer von der CSU. Helfen können sie nicht.

Am Dienstag haben die Flüchtlinge deshalb zu einer Pressekonferenz eingeladen. Dort wollen sie erklären, welche weiteren Schritte sie planen, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen. Genehmigt ist das Camp bisher bis 30. September.  

do

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