Hier werfen Sie besser nichts ein

Warum hat dieser Briefkasten keine Türen?

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Schlechte Idee: Münchner warfen Post in diesen Briefkasten, obwohl er sperrangelweit offen stand.

München - Na, ob diese Briefe ankommen? Am Sendlinger Tor haben Münchner ihre Post eingeworfen – obwohl der Kasten offenstand. Und das absichtlich.

Der rote Zettel im Inneren müsste eigentlich Hinweis genug sein, dann noch die ausgebauten Türen: Für diesen Postkasten vor dem Steuer- und Kassenamt am Sendlinger Tor ist klar – Briefe sollten hier momentan nicht eingeworfen werden. Für einige Briefeschreiber ist das trotzdem nicht deutlich genug gewesen, wie das Foto zeigt. Sie warfen einen Brief nach den anderen durch den Schlitz, der ploppte unten im Kasten auf, sie gingen weiter.

Genau das beobachtete unser Leser Georg Barth, der am Montagabend als Kameramann des Bayerischen Fernsehens bei der Bagida-Demo am Sendlinger Tor unterwegs war: „Ein Kollege von mir hat die Schlitze mit Klebeband zugeklebt.“

Klaus-Dieter Nawrath, der Sprecher der Deutschen Post, erklärt, warum der gelbe Kasten offen war: Weil die Mitarbeiter die Postkästen zwischen Sendlinger Tor und Stachus während der großen Demos an Montagabenden nicht leeren können, sollen sie erst gar nicht gefüllt werden. „Wir kommen an die nicht dran“, sagt Nawrath, „geleert wird immer Abends, genau zur Demo-Zeit.“ Acht Postkästen betrifft das, die werden auch kommende Woche wieder offen stehen. Dazu wieder der Hinweis, Briefe anderswo hinzubringen.

Für all jene, die ihren Brief vergangenen Montag trotzdem am Sendlinger Tor eingeworfen haben: Er wird ankommen. Georg Barth und sein Kollege haben die Briefe gesammelt und in einen anderen Kasten eingeworfen. Einen geschlossenen.

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