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Schön? Sexistisch? Unpassend?

Riesiges Bikini-Plakat: Viel Lärm um einen Hauch von Nichts

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Bikini des Anstoßes: Eine italienische Modemarke wirbt am Hugendubel-Haus direkt gegenüber dem Rathaus mit diesem Riesen-Plakat um Kundinnen.

München - Die überdimensionale Bikini-Werbung vor dem Hugendubel am Marienplatz sorgt für Wirbel im Rathaus gegenüber.

Ist das schön? Ziemlich sexistisch? An diesem Platz vollkommen unpassend? Oder doch ziemlich egal? Am Marienplatz diskutieren Passanten über ein riesiges Bikini-Model-Plakat. Und jetzt zieht die Debatte auch ein paar Meter weiter im Rathaus ein.

Eine italienische Modemarke hat das Plakat am Hugendubel-Haus, das derzeit umgebaut wird, anbringen lassen. Fast 120 Quadratmeter groß ist die Werbefläche, erklärt das städtische Planungsreferat. 120 Quadratmeter, das ist die Grenze – größere Werbung genehmigt die Stadt nicht.

Doch ist auch schon dieses Plakat zu groß? Und die Botschaft der konkreten Werbung sexistisch? Darüber diskutiert nun auch das Rathaus. Die Grünen finden sie frauenfeindlich, Stadtheimatpfleger Gert Goergens soll laut SZ „empört und entsetzt“ sein.

"Einfach unpassend"

In den großen Parteien ist man ebenfalls unglücklich. SPD-Stadträtin Bettina Messinger sagt, sie habe zwar nicht generell etwas gegen Bikini-Werbung. „Man muss sich aber die Dimension dieser Werbung ansehen.“ Die Stadträtin erzählt, unter dem Plakat würden sich Touristen fotografieren lassen. „In dieser Größe ist das am Marienplatz einfach unpassend.“

Die CSU äußert sich ebenfalls kritisch, aber vorsichtiger. „Die Werbeeinrichtung auf dem Marienplatz ist tatsächlich sehr groß“, teilte die Fraktion auf Anfrage mit. Andererseits verdecke sie die Baustelleneinrichtung dahinter. Unterm Strich halten die Christsozialen das Plakat für in Ordnung. „Die derzeitige Bademodenwerbung halten wir nicht für herabwürdigend und wir gehen davon aus, dass sie bald wieder gewechselt wird“, heißt es aus der CSU-Fraktion.

Plakat wurde offenbar als unbedenklich eingestuft

Das Hugendubel-Haus gehört der Bayerischen Hausbau, die wiederum Teil der Schörghuber-Gruppe ist. Die Fassaden von Bauprojekten und die Containerbüros würden üblicherweise mit Werbung überdeckt, erklärt eine Hausbau-Sprecherin auf Nachfrage. „Hier arbeiten wir mit Vermarktungsfirmen für Fassadenwerbung zusammen, welche die Fläche von uns mieten und sich um die Bespielung jener im Rahmen gewisser Vorgaben kümmern.“ Dabei spielt das Ausschließen von Sexismus durchaus eine Rolle. Laut der Sprecherin werden Verträge geschlossen, in denen sich die Vermarktungsfirmen verpflichten, keine Werbung für politische Parteien, pornographische oder gewaltverherrlichende Darstellungen anzubringen. Nach diesen Vorgaben wurde das Plakat aber offenbar als unbedenklich eingestuft.

Noch bis 16. Juni hängt das Bikini-Plakat. Dann folgt dem Vernehmen nach die Werbung einer Luftfahrtgesellschaft. Ob mit oder ohne nackter Haut, darüber war am Mittwoch noch nichts zu erfahren.

Warum sind unsere Mülleimer genoppt? 38 kuriose München-Fakten

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1. Alle Entfernungs-Angaben zu München auf Bayerns Autobahnen beziehen sich auf die Mariensäule. © dpa
2. Wenn man das gesamte Straßennetz der Stadt per Taxi durchqueren würde, dann müsste man etwa 3460 Euro löhnen. © dpa
3. In München gibt es 10 962 Künstler, in der Kulturwirtschaft sind 40 140 beschäftigt. © dpa
4. Rund 40 000 Tauben bevölkern München. © dpa
5. Durch Falschparker nimmt die Stadt im Jahr zirka 10,5 Millionen Euro ein. © dpa
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7. Die Dienstumkleide-Kabinen der Polizeiinspektion 22 am Prinzregentenplatz befinden sich im ehemaligen Schlafzimmer Adolf Hitlers. © Kurzendörfer
8. In den U-Bahnhöfen Odeons- und Goetheplatz laufen seit dem Jahr 2000 ununterbrochen zwölf Klassik-Stücke – in einer 300-Minuten-Schleife. © Kurzendörfer
9. Der FC Bayern hat auf Facebook über sechs Millionen Fans – das sind mehr als die nachfolgenden zehn deutschen Fußballclubs zusammen. © dpa
10. 2011 zogen 112 947 Menschen nach München – Rekord der vergangenen 20 Jahre. © dpa
11. Eines der beiden Uhrenblätter am Isartor (hier das "andere") ist verkehrt herum angebracht. Das ist europaweit einmalig! © Schlaf
12. Die Abfalleimer sind genoppt, damit Wildplakatierer keine Chance haben. © Kurzendörfer
13. Würde man eine Linie zwischen dem Nordturm der Frauenkirche und dem Turm der Heilig-Geist-Kirche verlängern, würde sie genau nach Mekka führen. © dpa
14. Bei uns leben 30 828 Hunde, die täglich sechs Tonnen Hundekot erzeugen. © dpa
15. Eine Wiesnmass hat etwa so viel Alkohol wie acht Schnäpse. © dpa
16. Die Ziegen, die das Leder für neue Lederhosn für die Wiesn liefern, haben in Indien oder Pakistan gegrast. © dpa
17. In Hella­brunn sind 19 183 Tiere. © Tierpark Hellabrunn
18. Der kleinste Friedhof steht in Neuhausen und hat 175 Grabstätten. © Haag
19. Die laufenden Füße und die Augen des Tatort-Vorspanns wurden am Flughafen München-Riem gedreht. © dpa
20. Der Wolfsbrunnen am Kosttor zeigt Rotkäppchen und den Wolf, weil dessen Stifter Adolf Wolf hieß. © Emons Verlag
21. Die Klingel gehört zur Burschenschaft Stauffia (Stollbergstr. 16). © Emons Verlag
22. Das Wiesn-Riesenrad war das erste weltweit mit „Zacken“ – also außen aufgehängten Gondeln. © dpa
23. In den insgesamt 53 Pflegeheimen der Stadt liegt die Männerquote nur bei 21 Prozent. © dpa
24. Das nicht anerkannte, selbsternannte Fürstentum Seborga (Italien, 323 Einwohner) hat ein Konsulat in Bogenhausen. © Symbolfoto: dpa
25. München liegt südlicher als Wien (Foto). © dpa
26. Die erste Aufgabe des ersten namentlich bekannten Henkers Münchens, „Magister Haimpert“: Er hängte seinen Vorgänger (14. Jh.). © dpa
27. Die Frauenkirche war das erste deutsche Fotomotiv. © dpa
28. Die Knetmasse wurde im Jahr 1880 vom Münchner Apotheker Franz Kolb erfunden. © dpa
29. Die US-Hardrockband Mötley Crüe hat extra zwei Umlaute in ihren Namen einbauen lassen, weil Löwenbräu ihr Lieblingsbier ist. © dpa
30. Die Blattschneiderameise (Symbolfoto) Resi ist mit fünf Millimetern Länge das kleinste Tier Hellabrunns. © dpa
31. 248 Einwohner Münchens sind über 100 Jahre alt. © dpa
32. Früher verwendete man in einigen deutschen Gegenden das Wort „münchen“ für kastrieren. © dpa
33. Jeder Baum der Stadt muss eine Grundfläche von 24 qm und eine Mindestbreite von drei Metern zur Verfügung haben. © düa
34. Jimi Hendrix erfand sein Gitarrenschrotte am 9.11.66 in Schwabing ("Big Apple") © dpa
35. Eine über 300 Jahre alte Linde am Westfriedhof ist der älteste Baum der Stadt. © Jantz Sigi
36. Zur Wiesn-Zeit fahren die Rolltreppen schneller. © Schlaf
37. Die Monatsmiete der Tiefgarage im neuen Palais an der Oper kostet so viel wie der Hartz-IV-Monatsregelsatz: 375 Euro. © Schlaf
38. In München gibt es 50 000 leere Grabstätten. © Symbolfoto: Jantz

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