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Brisante Szenen an Münchner S-Bahn-Gleis: „Ein Handy ist es nicht wert zu sterben“

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Von: Lukas Schierlinger

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Stachus S-Bahn
Der S-Bahn-Halt am Stachus; hier fiel einer 55-Jährigen das Handy ins Gleis. © Markus Fischer via www.imago-images.de

Gut, dass eine DB-Mitarbeiterin aufgepasst hatte. Eine unbedachte S-Bahn-Aktion brachte eine 55-Jährige aus München zuvor in Lebensgefahr.

München - „Ein Handy ist es nicht wert zu sterben“: So prägnant fasst die Bundespolizei einen Vorfall in München zusammen, der ein schlimmes Ende hätte nehmen können.

S-Bahn München: Frau steigt wegen Handy ins Gleis - Schnellbremsung eingeleitet

Einer 55-Jährigen war am Dienstagmittag (26. Oktober) am S-Bahn-Halt Stachus ein Handy ins Gleis gefallen. Nachdem sie mehrere Umstehende um Hilfe gebeten hatte, stieg sie kurz vor 11.30 Uhr kurzentschlossen selbst ins Gleis, um das Handy zurückzuholen. Eine waghalsige Idee.

„Dies nahm eine DB-Mitarbeiterin, die als Bahnsteigaufsicht fungierte, wahr und leitete für eine aus Richtung Marienplatz kommende S-Bahn eine Schnellbremsung ein“, berichtet die Bundespolizei.

München: Gefährlicher S-Bahn-Vorfall - Ermittlungen laufen

Durch die geistesgegenwärtige Reaktion der 33-jährigen DB-Mitarbeiterin konnte Schlimmeres verhindert werden. Es kam allerdings zu kurzzeitigen Verspätungen im S-Bahnverkehr. Gegen die 55-Jährige wird nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Was können S-Bahn-Pendler tun, sollte ihnen ein Handy abhandengekommen sein? In ihrer Pressemitteilung liefert die Bundespolizei einen Leitfaden mit: „Wem Gegenstände ins Gleis fallen, der sollte umgehend Mitarbeiter der Deutschen Bahn verständigen, zum Beispiel die Bahnsteigaufsicht in den Tunnelbahnhöfen der S-Bahn-Stammstrecke. Bestimmt helfen gerne auch andere Reisende mit einem Handy aus, um die 3-S-Zentrale der Deutschen Bahn (089/1308-1055) oder die Bundespolizei (Hotline: 0800 6 888 000) zu verständigen. Sollte durch Gegenstände eine unmittelbar zu erwartende Gefahr ausgehen, kann auch der Notruf gewählt werden.“

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