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Schöne Tradition: "Kripperlschaun" am Christkindlmarkt

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In der Kaufinger Straße am Richard-Strauss-Brunnen findet sich der Kripperlmarkt.

München - Eine gute Adventstradition, die vielleicht nicht mehr alle kennen, ist das Kripperlschauen.  Von der "Isarkieselkrippe" bis zur "Münchner Stadtkrippe" ist dabei rund um den Münchner Christkindlmarkt so einiges zu Bestaunen. 

Rund um den Münchner Christkindlmarkt kann man den Brauch des Kripperlschauens in vielfältiger Form pflegen.

Bis zum 20. Dezember findet täglich von 10 bis 18 Uhr im Alten Rathaus eine Krippenausstellung statt. Der Verein Münchner Krippenfreunde e.V. präsentiert in 20 Vitrinen kostbare Vereinskrippen und Leihgaben aus Privatbesitz. Thematisch besonders sehenswert sind die Krippen, die in der bayerischen Heimat angesiedelt sind oder orientalische Szenen zeigen. Sebastian Osterrieder, der Meister der orientalischen Künstlerkrippe, ist mit Werken ebenso vertreten wie Krippen aus Sizilien, Neapel und Spanien. Der Eintritt zu dieser Schau ist kostenlos (muenchner-krippenfreunde.de).

Lesen Sie hier: Besuch in der Krippen-Ausstellung im Alten Rathaus 

Die Münchner Stadtkrippe, 1953 vom Münchner Maler und Bildhauer Reinhold Zellner (1905-1990) geschaffen, ist die Attraktion im Prunkhof des Neuen Rathauses. Die altbayerische Weihnachtskrippe mit 23 Menschenfiguren und 28 Holztieren lebt von der Spannung zwischen orientalisch gekleideten Figuren und Hirten in alpenländischer Tracht. Der Kripperlmarkt ist eine Besonderheit des Münchner Christkindlmarktes und gilt als der größte in Deutschland.

Am Richard-Strauss-Brunnen in der Neuhauser Straße, gleich neben der Kirche Sankt Michael, wo die Jesuiten 1597 erstmals eine Weihnachtskrippe aufgestellt haben, bieten zwölf Buden Krippen und -zubehör an. Dort ist auch die Oberammergauer Großkrippe der Münchner Krippenfreunde e.V. aufgebaut. Die Figuren fertigte der Oberammergauer Holzschnitzer Georg Lang.

Die Isarkieselkrippe ist gleich beim Eingang zum Christkindlmarkt in der Neuhauser Straße zu sehen. „Jesu Geburt im Blütenmeer einer alpenländischen Gebirgs- und Seenlandschaft“ ist Thema der von H.J. Weimer geschaffenen Krippe. Der über 80-jährige, der seit 2008 auf dem Münchner Christkindlmarkt seine Naturkrippen der Öffentlichkeit vorstellt, verbindet Natur und Kunst in einer weihnachtlichen Komposition. Die Krippenfiguren sind original Kieselsteine aus der Isar, die der Fluss in Millionen von Jahren geformt hat. Ob Kamel, Eule, Taube oder das Fatschnkindl – alle Steine sind unbehandelt und in einer Landschaft aus Naturmaterialien wie Schwemm- und Wurzelholz ausgestellt. Der ehemalige Raumgestalter und Dekorateur hat 25 Jahre lang Material gesammelt, woraus er seine Krippen schuf.

Zum Spaziergang lädt der Münchner Krippenweg ein. Krippen-Fans können vom 27. November 2015 bis zum 2. Februar 2016 auf einem Rundweg die Krippen der Münchner Innenstadt-Pfarreien besichtigen.

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