Trauer um Schlager-Star und Ex-Dschungelcamper Gunter Gabriel

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Großbaustelle am U-Bahnhof

Sendlinger Tor wird zur Staufalle

Diese Baustelle wird U-Bahn-Fahrgästen und Autofahrern viel abverlangen: Ab März wird der U-Bahnhof Sendlinger Tor umgebaut und generalsaniert. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will damit das Umsteigen erleichtern. Der Umbau der heute völlig überlasteten Station wird sechs Jahre dauern.

München - Wenn man die 40er-Marke überschritten hat, dann macht sich das bemerkbar. Es ziept bisweilen, es zwickt, es läuft nicht mehr alles so wie früher. Für einen Menschen, so sagt der Chef der MVG, Ingo Wortmann, sei das vielleicht noch kein Alter. Für das U-Bahn-Netz derweil schon. Das hat stellenweise mehr als 40 Lenze auf dem Buckel. Beim geplanten Umbau des Bahnhofes Sendlinger Tor ist oft von einer Operation die Rede. Einer am offenen Herzen.

Ausgangslage

Der U-Bahnhof Sendlinger Tor ist einer der meistfrequentierten der Stadt. Tag für Tag 1500 U-Bahn-Abfahrten, 150 000 Menschen, die hier ein-, aus- oder umsteigen. „Dass die Fahrgastzahlen seit Jahren steigen, merken wir gerade am Sendlinger Tor“, sagt Wortmann. In den Hauptverkehrszeiten drängt sich alles. Die Bahnsteige sind schmal, die Möglichkeiten für Umsteiger von U6/U3 zur U1/U2 wegen der zentralen Treppenanlagen begrenzt. Das soll sich nun ändern.

Das Gesamtkonzept

Die MVG hat drei Maßnahmen geplant.

-Die Betriebsräume auf Ebene der U1/U2 werden zurückgebaut. So entsteht mehr Platz für Fahrgäste im Verbindungsgang zwischen den beiden Röhren. Das soll zudem helfen, den Strom der Fahrgäste zu entzerren. Das gilt auch für den nächsten Punkt:

-Die zentralen Treppenanlagen werden neu angeordnet, einige um 180 Grad gedreht. Außerdem entsteht ein weiterer Aufgang. Umsteiger von der Ebene U3/U6 sollen so jenen Fahrgästen besser aus dem Weg gehen können, die von der Ebene U1/U2 nach oben kommen.

Ferner errichtet die MVG zwei neue Bauwerke im Untergrund. An den Enden der Bahnsteige U1/U2 entstehen neue Verbindungen zwischen den Röhren. Am Nordende gelangen Fahrgäste künftig direkt ins Sperrengeschoss an der Sonnenstraße, ohne den Zentralbereich durchqueren zu müssen. Am Südende erreichen sie direkt die Oberfläche an der Blumenstraße.

Die Zugänge vor dem Kino und zur Müllerstraße werden mit je einer Rolltreppe erweitert. Im Erweiterungsbauwerk Blumenstraße wird ein neuer Aufzug eingerichtet. Die beiden bestehenden werden bis an die Oberfläche verlängert. Alle älteren Rolltreppen und Aufzüge sollen ausgetauscht werden.

-Die Bahnsteige werden um jeweils fünf Zentimeter angehoben, damit die Fahrgäste möglichst ohne Stufe ein- und aussteigen können. Die Rampe im Sperrengeschoss wird verbreitert, ihre Neigung wird dem heutigen Standard für barrierefreies Bauen angepasst.

Der Starttermin

Im März beginnt der Umbau. Für die MVG ist es das erste Mal, dass ein derart komplexer Knotenpunkt mit zwei Bahnsteigebenen und Sperrengeschoss komplett saniert und erweitert wird – und zwar im laufenden Betrieb. Erste Vorarbeiten laufen bereits.

Straßenverkehr

Laut MVG wird es Einschränkungen für Fahrgäste und auch Autofahrer geben, die sich dem Vernehmen nach aber in Grenzen halten sollen. An der Oberfläche wird der Verkehr umgeleitet, alle Richtungen sind aber weiterhin zu erreichen. Weil unter der Sonnenstraße ein neues Bauwerk entsteht, muss die Straße verlegt werden.

Das tangiert vor allem den Autoverkehr, der vom Stachus kommt. Fahrzeuge werden ab Montag, 10. April, für etwa zwei Jahre über die Zufahrt zur Nußbaum- und Pettenkoferstraße und die westliche Platzfläche zwischen dem Brunnen und der Matthäuskirche umgeleitet. Zu diesem Zweck wird der Bereich zwischen Brunnen und Kirche asphaltiert. Zusätzlich haben Rechtsabbieger von der Sonnen- in die Lindwurmstraße nur noch eine Spur zur Verfügung.

Linksabbieger vom Oberanger in die Blumenstraße werden für die gesamte Bauzeit über die Straße „An der Hauptfeuerwache“ umgeleitet. Zeitweise entfällt eine Geradeausspur zur Lindwurmstraße. Von Westen kommend wird auf eine eigenständige Linksabbiegespur verzichtet. Von Süden kommend muss auch die Blumenstraße zeitweise verengt werden. Dort gibt es jeweils von Frühjahr bis Herbst eine Geradeaus- und eine kombinierte Geradeaus-Rechts-Abbiegerspur.

U-Bahn

Im U-Bahnhof erfolgt der Umbau mit Wanderbaustellen. Einschränkungen gibt es daher in Randzeiten oder am Wochenende. In den Röhren U1/U2 wird zunächst die Wandverkleidung entfernt, Stützwände werden eingezogen. Während der Arbeiten am Gleisbereich fahren Züge der U1 und U2 nur eingleisig. Das gilt ab 2018 auch für die U3/U6. Die genauen Fahrpläne wird die MVG rechtzeitig veröffentlichen.

Trambahn

Parallel zur Modernisierung des U-Bahnhofs werden die Tramgleise am Sendlinger Tor erneuert. Die Wendeschleife steht von Montag, 10. April, bis Mitte Juni zur Erneuerung an, anschließend bis zum Ende der Sommerferien die Gleise im Bereich der Haltestelle.

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