Die Bibliothek hat's in sich

26.673 Steine! Söder in gigantischem Archiv

München - Finanzminister Markus Söder steht vor einem ebenso wichtigen wie gewichtigen Zeitzeugen: vier „Seiten“ der mächtigen Steinbibliothek, sozusagen dem frühesten, ganz exakten Atlas des Freistaats.

Die Bibliothek hat’s in sich: Sie besteht aus 26 673 Lithografiesteinen, jedes dieser „Kartenblätter“ wiegt rund 60 Kilo. Würde man alle aufeinanderschichten, käme man auf eine Höhe von drei Kilometern und ein Gewicht von 1700 Tonnen – entspricht umgerechnet rund 3,5 Millionen iPads …

Die damals bahnbrechende Technik der Lithografie – also des Steindrucks – erfand der Franke Alois Senefelder, die parzellenscharfe Vermessung Bayerns fand zwischen 1808 und 1864 statt. Die hohe Qualität der steinernen Zeugen und seiner Karten war so gut, dass sie bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein für verschiedene Bücher vervielfältigt wurde.

Als Ausgangspunkt des damals weltweit hoch beachteten Unternehmens diente der Nordturm der Frauenkirche. Von ihm aus überzog ein Netz aus Fixpunkten ganz Bayern. Gelagert werden die Steine seit genau 150 Jahren im heutigen Landesamt für Digitalisierung in der Alexandrastraße 4 (Lehel).

tz

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