Das ist ihre dreiste Masche

Am Stachus: Wechselbetrüger zocken Rentnerinnen ab

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In den Stachus-Passagen schlugen zwei Wechselgeldbetrüger zu.

München - Zwei Wechselbetrüger haben in den vergangenen Tagen in den Stachus-Passagen ihr Unwesen getrieben. Mit einer miesen Masche betrogen sie zwei Rentnerinnen um viel Geld.

Ihre Hilfsbereitschaft ist zwei Münchnerinnen teuer zu stehen gekommen. Sie sind im Karlsplatz-Untergeschoss Opfer von Wechselbetrügern geworden. Das berichtet die Polizei.

Der erste Fall ereignete sich demnach am Samstag. Gegen 17.30 Uhr sprach ein bislang unbekannter Mann eine 74-jährige Münchnerin an. Er hielt ihr ein Zwei-Euro-Stück entgegen und bat durch Gesten, ihm das Geld zu wechseln. Die Frau holte hilfsbereit ihre Geldbörse hervor und suchte nach Münzgeld. Als sie ein paar Münzen gefunden hatte, hielt sie diese dem Mann entgegen. Der reagierte aber anders als erwartet: Er führte die Hand der Frau zurück in ihre Geldbörse. Danach entfernte er sich eilig. Die 74-Jährige stutzte, schaute in ihren Geldbeutel - und siehe da: Einige Geldscheine fehlten, so die Polizei.

Täter griff in Münzfach des Geldbeutels

Die zweite Tat ereignete sich am Montag gegen 11.30 Uhr. Ein zunächst unbekannter Mann sprach eine 67-jährige Rentnerin an, hatte einen Euro in der Hand und wollte die Münze gewechselt haben. Als die Rentnerin ihre Geldbörse hervorholte und im Münzfach nach passendem Kleingeld kramte, griff der Mann ebenfalls mit seiner Hand in die Geldbörse. Die Frau ließ das zu - offenbar wollte er ihr bei der Münzsuche helfen.

Frau rief um Hilfe, Passanten halfen

Nachdem sich der Mann einige Meter entfernt hatte, stutzte die Frau: Laut Polizei kam ihr die Situation komisch vor und überprüfte ihren Geldbeutel.Sie stellte fest, dass eine dreistellige Bargeldsumme entwendet worden war. Daraufhin rief sie um Hilfe. Passanten gelang es, den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Es handelte sich um einen 46-jährigen Mann aus Bulgarien. Weil er über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er in eine Haftanstalt überstellt. Kurze Zeit später wurde er gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder freigelassen, heißt es im Polizeibericht.

Ob die beiden Taten zusammenhängen, prüft nun das zuständige Kommissariat.

dor

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