Bilder zeigen die Strip-Show

Strip an Münchner Gymnasium: So heftig war's wirklich

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Die Stripper (hinten) holten sich zwei Schüler auf die Bühne.

München - Am Luitpold-Gymnasium ging es beim Abi-Streich so richtig heiß her: Die Schulabgänger buchten zwei Stripper. Die entstandenen Fotos zeigen pikante Szenen auf der Bühne.

Ein heißer Striptease in der Schule - was ist davon zu halten? Witziger Einfall der Abiturienten oder eine Entgleisung, die bestraft werden sollte? Die Meinung der tz-Leser geht auseinander: Die einen sind begeistert, die anderen empört. Wurde jemand traumatisiert? Wir haben die Leser-Reaktionen zum Strip am Luitpold-Gymnasium hier zusammengefasst.

Diese Blondine ließ im Gymnasium alle Hüllen fallen.

Von der heißen Stripshow am Luitpold-Gymnasium gibt es Fotos. Auf einem Bild vom Abistreich zu sehen: Ein durchtrainierter Mann zieht seine schwarze Boxershorts unter die Po-Backen. Davor sitzt eine Schülerin auf einem Stuhl – und trägt nur noch ihren weißen BH. Direkt daneben tanzt eine blonde Stripperin – nur noch mit schwarzer knapper Unterwäsche bekleidet. Ein Schüler sitzt oberkörperfrei auf einem Stuhl, hat die Beine gespreizt. Die Stripperin beugt sich lasziv über den jungen Mann und fasst an seinen Bauch. Auf einem dritten Bild führt der Stripper das Gesicht einer Schülerin an seinen Schoß.
 
Ja, diese Fotos sind am Münchner Luitpold-Gymnasium entstanden und nicht in einem Nachtclub im Bahnhofsviertel! Während am Dienstag draußen das übliche Abischerz-Fest mit Lehrern und jungen Schülern gefeiert wurde, ließen es die Jahrgänge ab der 10. Klasse im Schulgebäude richtig krachen.

Einige Eltern finden's kritisch

Die Stripperin mit einem Schüler am Ende der Aufführung.

Weniger witzig fanden die Aktion einige Eltern, sagt Schulleiter Bernd Hieronymus im Gespräch mit der tz. Es habe ein paar Beschwerden gegeben, weil ihnen die Aktion zu geschmacklos gewesen sei und die anwesenden Lehrer nichts gegen die Strip-einlage unternommen hätten. Der Direktor wusste offenbar vorab gar nichts von der Strip-Show: Stattdessen meldeten die Schüler einen Vortrag über das „schwierige Verhältnis von Schülern und Lehrern“ an. „Es ging alles ganz schnell, in fünf bis sechs Minuten war alles vorbei“, so Hieronymus über den Strip-Quickie.
 
Der Schulleiter muss ein wenig schmunzeln, wenn er davon erzählt. Zudem hätten die Abiturienten und die Lehrkräfte strikt darauf geachtet, dass keine jüngeren Schüler die pikante Show zu sehen bekommen. Hieronymus hielt es für nicht sinnvoll, einzuschreiten. Die Halle war voll, es wäre dann wohl zu einem Tumult gekommen.

"Die jungen Leute wollten eben über die Stränge schlagen"

Die Mehrzahl der Eltern könne verstehen, wie sich die Schule verhalten hat. „Die jungen Leute wollten eben über die Stränge schlagen. Das ist ihnen ja dann auch tatsächlich gelungen. Das muss man anerkennen.“ Konsequenzen haben die Abiturienten nicht zu fürchten. Ein Kollege hat laut Hiernonymus hinterher zu ihm gesagt: „Wie soll man auch eine Veranstaltung regulieren, die den Regelbruch zur Regel hat.“ Insgesamt gehen aufs Luitpold-Gymnasium rund 1000 Schüler. Lesen Sie hier das tz-Interview mit Jarly (32).

Sieben Abistreiche, die keiner vergisst

Klar, ein Striptease in der Schule ist gewagt - es geht aber noch deutlich krasser: An einem Gymnasium stürmten die Abiturienten vermummt und mit Gewehren bewaffnet ihre Schule. Da hörte der Spaß ganz schnell auf. Das sind sieben Abistreiche, die keiner vergisst.

Bilder: Das ist Jarly - die Stripperin vom Abistreich

Sebastian Dorn

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