Baupfusch in der Innenstadt

Stadtwerke schuld am Pflaster-Desaster im Tal?

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Im Tal haben sich die Bodenplatten gesenkt.

München - Wer ist schuld am Pflasterpfusch? Medienberichte führen zu den Stadtwerken. Wird das Tal wieder Baustelle?

CSU-Stadtrat Richard Quaas, der das Thema vorige Woche per Anfrage zum Thema im Rathaus machte, hakt mit einer Nachfrage nach. Er will auch wissen: Wird das Tal wieder Baustelle?

Laut Quaas könne „die ,leichte Bauausführung‘ des Plattenbelages am Übergang vom Viktualienmarkt zum Tal deshalb so gewählt worden sein, weil in nächster Zeit genau dort von den Stadtwerken eine Fern-Kälteleitung verlegt werden soll.“ Somit wäre der jetzige Zustand nur ein Provisorium.

Seltsam ist nur, dass die Stadtwerke selbst schon 2013 mitgeteilt hatten, dass sie diese Leitungen da, wo Straßenbauarbeiten stattfinden, im Vorgriff verlegen, um sie später irgendwann einmal anschließen zu können. Darum wäre es gar nicht notwendig, die Stelle an der Heiliggeistkirche wieder aufzureißen. Quaas: „Es wäre ja auch Geldverschwendung gewesen, an einer Stelle, die wieder aufgerissen werden soll, teures Natursteinpflaster zu verlegen.“

Das Tal wurde voriges Jahr von März bis Dezember für zwei Millionen Euro neu gestaltet, die Baustelle zog sich auch um die Ecke bis zum Viktualienmarkt, wo die Bordsteinkanten abgesenkt wurden.

Die tz wollte gestern das Baureferat fragen, was es nun mit dem Pfusch im Tal auf sich hat – es war allerdings niemand erreichbar.

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