Aus 40 Metern Höhe abgelassen

Spektakuläres Manöver: Tonnenschwere Glocke schwebt vorm Alten Peter

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In 37 Metern Höhe schwebt die Glocke an Schwerlastschlaufen durch die Nacht.

Die Jubiläumsglocke am Alten Peter muss wegen eines Risses auf Vordermann gebracht werden. Das erfordert großes Fingerspitzengefühl. 

München - Alles Gute kommt von oben, sagt man. In der Tat hat der Kranführer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine Meisterleistung vollbracht, als er die sieben Tonnen schwere Glocke in fast 40 Metern Höhe aus dem Kirchturm des Alten Peter hob und sie zu Boden manövrierte. 

Der Kranführer schwenkt den Ausleger seines 140-Tonnen-Gefährts und lässt die Glocke ganz langsam sinken…

Wie berichtet, muss die sogenannten Jubiläumsglocke wegen eines 40 Zentimeter langen Risses im Glockenschweißwerk Nördlingen repariert werden; und eine zweite Glocke aus dem Jahr 1382 wurde zur Überholung gleich mit abtransportiert. Fast zwei Stunden dauerte die Prozedur. Kurz nach Mitternacht waren beide Glocken sicher auf dem Transporter vertaut. 

„Die baulichen Gegenbenheiten, die Enge und die Größe der Glocke waren eine besondere Herausforderung“, sagt Bauleiter Andreas Hlavacek. Bereits in den Wochen davor hatten Arbeiter den Rettungsweg im Turm zurückgebaut, um die Glocke (2,20 Meter Durchmesser) auf Höhe eines Anbaus zwischenzulagern. 

Ein Glockenbauer zeigt den Riss, der nun repariert wird.

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