Erneut Tragödie im Englischen Garten

Tourist (35) stirbt im Eisbach - Polizei warnt vor Gefahr

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Erneut musste die Feuerwehr am Eisbach einen Ertrunkenen suchen.

Noch keine zwei Wochen ist es her, dass ein 15-jähriges Mädchen im Eisbach des Englischen Gartens ertrank. Jetzt wurde dort die Leiche eines Mannes aus dem Wasser geborgen.

München - Wie derBayerische Rundfunk berichtet, sei am Samstag gegen halb fünf ein Notruf eingegangen, nachdem der Mann, der zu Besuch in München war, beim Baden im Eisbach plötzlich vom Wasser mitgerissen wurde und um Hilfe rief. 

Laut dem Bericht der Branddirektion München hätten mehrere Frauen und Männer das beobachtet und seien dem Hilferufenden hinterher gesprungen, um ihn zu retten - ohne Erfolg. Sie hätten sich jedoch alle wohlauf wieder ans Ufer begeben können. Erst an der Tivolibrücke sei der abgetriebene Mann wieder gesichtet worden. Dort habe ein weiterer Zeuge erfolglos versucht, ihn an Land zu ziehen. 

„Wir haben gegen halb fünf den Notruf erhalten, dass eine Person in dem Fluss um Hilfe ruft“, sagte ein Sprecher der Münchner Feuerwehr am Sonntag. „Rund 70 Rettungskräfte haben nach dem Mann gesucht. Taucher haben ihn schließlich zwei Stunden später vor dem Tivoli-Kraftwerk leblos im Wasser treibend gefunden.“

Über 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei und zwei Hubschrauber hätten demnach die ganze Länge des Eisbachs bis zum Tivoli-Kraftwerk an der Gyßlingstraße abgesucht. Nach zwei Stunden hätten die Rettungstaucher der Feuerwehr München den leblosen Mann gegen 18.30 Uhr am Kraftwerk im Wasser treibend gefunden - an fast genau derselben Stelle, an der die 15-jährige Nichtschwimmerin vor zehn Tagen ertrunken aufgefunden worden war - und ihn geborgen.

Laut Polizei war der Mann 35 Jahre alt und als Tourist in München. Laut Feuerwehrsprecher ist der Mann wahrscheinlich ertrunken. Die Polizei konnte das zunächst mit Hinweis auf die ausstehende Obduktion nicht bestätigen. Ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen, „es stellte sich heraus, dass der Mann nicht, beziehungsweise nur mittelmäßig schwimmen konnte“, teilte die Polizei mit.

Der Mann ist innerhalb kürzester Zeit das zweite Opfer, das im Eisbach starb. Erst Ende Mai war ein 15-jähriges Mädchen in dem Fluss, der durch den Englischen Garten fließt, ertrunken - es konnte nicht schwimmen.

Präventionshinweis der Münchner Polizei: 

Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es zahlreiche Münchner an die nahegelegenen Badeseen oder Bäche.

Bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und sie dann nicht mehr stehen können und die Strömung von fließenden Gewässern schlecht eingeschätzt werden kann. 

Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen. Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden. 

Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.

hn

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