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“We love Muhammad“

Verfassungsschutz beobachtet Salafisten in Fußgängerzone

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Hass-Prediger Pierre Vogel veröffentlichte dieses Foto am Montag auf seiner Facebook-Seite.

Die Münchner Polizei und auch der Verfassungsschutz haben seit Ende März junge Männer im Blick, die in der Fußgängerzone Bücher über den islamischen Propheten Muhammad verteilen.

München - Angeblich handelt es sich bei den jungen Bücherverteilern um Männer, die wegen ihrer Nähe zum „Lies!“-Projekt der verbotenen radikal-salafistischen Organisation „Die wahre Religion“ vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Das berichtet die Abendzeitung. 

Seit wenigen Wochen würden die Männer für die Gruppierung „We love Muhammad“ in der Münchner Innenstadt Menschen ansprechen. Laut dem Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) sind die Männer bereits bei Koranverteilungen auffällig geworden.

Grund zur Beunruhigung seien die mit Pierre Vogel und Bilal Gümüs sehr engen Verbindungen zur islamistischen Szene in Deutschland. Vor allem Vogel gilt als radikaler Hass-Prediger. Und Gümus wird von der Staatsanwaltschaft Frankfurt vorgeworfen, er habe einem 16-Jährigen ein Flugticket in die Türkei gekauft, damit er sich in Syrien dem sogenannten Islamischen Staat anschließen kann. Den Einsatz im Kampf für den Gottesstaat überlebte er nicht.

Wie die AZ berichtet, schätzt der Verfassungsschutz die salafistische Szene in Bayern auf 670 Männer und Frauen, von denen 20 Prozent als gewaltorientiert einzuordnen seien.

Das Kreisverwaltungsreferat hat gegen die „Muhammad“-Gruppierung keine rechtliche Handhabe. Denn das Verteilen von Schriften im Vorbeigehen sei nicht verboten - so lange Passanten nicht provozierend und in größeren Gruppen angesprochen werden.

mm/tz

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