„Hillary“ sollte Tiere vertreiben

Gegen diese Taubenplage hilft auch kein Bussard

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Wüstenbussard Hillary.

Was andernorts funktioniert hat, wurde in der nordöstlichen Altstadt ein Flop: Ein Bussard sollte Tauben vertreiben, die jedoch erwiesen sich als zu hartnäckig.

Hillary ist keine Hilfe. Das stellte Umweltreferentin Stephanie Jacobs jetzt in einer Antwort auf eine Anfrage von Stadtrat Richard Quaas (CSU) klar. Quaas wollte wissen, ob das Wüstenbussard-Weibchen „Hillary“ zur Bekämpfung der Taubenplage in der nordöstlichen Altstadt eingesetzt werden könnte. In der Hofstatt habe das gut geklappt.

Die Bekämpfung von Tauben mittels Greifvögeln sei nur temporär erfolgreich, gibt die Referentin zu bedenken. Denn der Einsatz müsse regelmäßig erfolgen – „äußerst kostenintensiv“. Ein Taubenschwarm löse sich beim Einsatz eines Falkners nicht auf, wie der Bussard-Einsatz am Viktualienmarkt vergangenen Sommer gezeigt habe: „Erwartungsgemäß flohen die Stadttauben während der Zeiten, in denen der Greifvogel vor Ort war, vom Viktualienmarkt. Sie kehrten aber nach wenigen Stunden – sobald die Luft wieder rein war – zurück.“ In der Hofstatt habe der Einsatz des Bussards funktioniert, weil weitere Maßnahmen ergriffen wurden – wie die kontinuierliche Beseitigung von Futterquellen und die Ausrüstung der Lampen und Simse mit einem unter leichter Spannung stehenden Taubenabwehrdraht.

Laut der Referentin gibt es zur Lösung des Taubenproblems keinen „einfachen und preiswerten Weg“. Nur ein Bündel von Maßnahmen verspreche nachhaltig Erfolg. Die wichtigste sei die Reduzierung des Nahrungsangebots. Früher galt ein Taubenfütterungsverbot in der Stadt – wer trotzdem fütterte, musste ein Bußgeld bezahlen. Doch das Verbot sei Ende 2016 ausgelaufen. Ein Neuerlass des Fütterungsverbots ist laut Jacobs in Vorbereitung und soll dem Stadtrat demnächst zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden.

Daniela Schmitt

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