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Werbung muss sich ändern

Zu viel „Geflimmer“ in der Fußgängerzone: Modegeschäft „snipes“ darf so nicht mehr werben

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Die Fassade des Snipe-Stores in der Fußgängerzone beschäftigt die Lokalbaukommision.

Mit seinen LED-Videowalls sorgt der Sneaker-Konzern Snipes für einen Farbtupfer in der Münchner Fußgängerzone. Die Lokalbaukommision will diese Art von Werbung verbieten.

München - Weißer Sandstrand und rauschendes Meer in der Neuhauser Straße? Das gibt es nur bei Snipes. In der Münchner Fußgängerzone wirbt der Mode- und Sneakerkonzern mit aufwendig gestalteten LED-Videowalls für seine Produkte. Auf Bildern und kurzen Videos, die über die Fenster der Fassade angezeigt werden, präsentieren Models die aktuelle Snipes-Kollektion. Schon bald könnte es sich allerdings „ausgeflimmert“ haben.

Bereits im März 2016 hatte die Lokalbaukommision (LBK) die Installation der Videowalls untersagt. Das Bayerische Verwaltungsgericht bestätigte die LBK-Haltung im Juni 2017 und erteilte einer Baugenehmigung für die Flimmerbilder zugleich eine Absage. Der Konzern zeigte sich davon unbeeindruckt.

Die LBK beruft sich in ihrer Haltung auf die sogenannte „Altstadtleitlinie“, die der Stadtrat für die Münchner Fußgängerzone verabschiedet hat. In dieser ist die Gestaltung von Werbeanlagen in unmittelbarer Nähe von historischen Denkmälern geregelt. Im Herzen der Stadt sollen Sehenswürdigkeiten für sich selbst wirken. Der „Snipes“-Store in der Neuhauser Straße liegt schräg gegenüber der Michaelskirche.

Am Dienstag wird die LBK ihr Anliegen in der Stadtgestaltungskommision des Stadtrats nochmals vortragen. Entscheidet sich der Konzern dann immer noch nicht zum Einlenken, könnte es richtig teuer werden. Ein Zwangsgeld von bis zu 10.000 Euro steht im Raum.

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