Feuerwehr und Polizei stundenlang im Einsatz

Viele Straßen gesperrt: Lkw hinterlässt riesige Dieselspur

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Vom Karolinenplatz bis zur Ismaninger Straße zog der Lkw eine Dieselspur hinter sich her.

München - Von der Maxvorstadt bis nach Bogenhausen - quer durch die Innenstadt hat ein Lkw am Dienstag eine Dieselspur hinter sich her gezogen. Die Folge waren einige kleine Unfälle - und ein fünf Stunden langer Einsatz, um die Sauerei zu beseitigen.

Hoppla! Am Dienstag früh lief der Verkehr in der Münchner Innenstadt viel zu geschmiert – ein Laster hatte 500 Liter Diesel verloren. Auf ihm rutschten die Autos reihenweise aus, sie kamen nicht einmal mehr den Berg am Friedensengel hoch! Zwischen Maxvorstadt und Bogenhausen wurden bis zum frühen Nachmittag die Straßen gesperrt.

Gegen 9.18 Uhr ging ein Notruf bei der Feuerwehr ein: Ein Lkw-Fahrer stand auf der Prinzregentenstraße an auf Höhe Ismaninger Straße an der roten Ampel und sah im Rückspiegel zufällig, dass er zwei Dieselspuren hinter sich her zog, eine links, eine rechts.

Der Mann stieg aus und bemerkte, dass sich ein Aluminiumteil in seinen Tank gebohrt hatte. Aus dem Loch rann der Kraftstoff in zwei Spuren. Sofort holte der Trucker eine Wanne, um das rinnende Öl aufzufangen – dabei hatte er schon 500 Liter Diesel verloren. Offenbar hatte sich der Laster das Metallteil auf einer Baustelle am Karolinenplatz eingezogen. Jedenfalls zog sich die Ölspur von da über Barer Straße, Gabelsbergerstraße, Oskar-von-Miller-Ring, Altstadtringtunnel, Von-der-Tann-Straße und Prinzregentenstraße bis hoch zum Europaplatz hinterm Friedensengel – insgesamt drei Kilometer lang!

Bilder: Lkw hinterlässt riesige Dieselspur

Die Folge: Rutschpartien ohne Ende, vier Kleinunfälle wurden der Polizei gemeldet. In der Prinzregenstraße verteilte sich der Diesel auf vier Fahrspuren, sodass die Straße komplett gesperrt wurde. Die Feuerwehr rückte mit 25 Einsatzkräften aus und leerte 150 Säcke mit Ölbindemittel – insgesamt über fünf Tonnen davon! Zwischenzeitlich musste sogar Nachschub besorgt werden.

Anschließend rückten fünf Kehrmaschinen der Straßenreinigung aus, um das Öl-Bindemittel-Gemisch wegzukehren, außerdem fegte eine Armee von Straßenkehrern mit dem Besen in der Hand nach. Nach fast fünf Stunden war der Schlamassel beseitigt. Die Straßen wurden um 14.04 Uhr wieder restlos freigegeben. Der Lastwagen ist nach einer kurzen Reparatur übrigens wieder im Einsatz.

Johannes Welte

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