Immaterielles Kulturerbe

Auszeichnung: Der Viktualienmarkt ist „gelebte Tradition“

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Erfreut: Minister Spaenle und Marktfrau Elke Fett.

Bayerns Kultusminister kennzeichnet den Viktualienmarkt mit einem Messingschild als immaterielles Kulturerbe des Freistaats.

München - Ehrung für ein Münchner Lebensgefühl: Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hat den Viktualienmarkt mit der Enthüllung eines Messingschildes am Freitagvormittag als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet.

„Der Viktualienmarkt prägt das Münchner Stadtleben in einzigartiger Weise“, sagte Spaenle. Er sei Teil der Münchner Identität, seit Generationen hätten Händler ihre Marktstände im Herzen der Großstadt. „Münchnerinnen und Münchner spüren hier, dass sie zu Hause sind. Diese täglich gelebte Markttradition ist Teil unseres einmaligen kulturellen Erbes.“

Der Viktualienmarkt ist mit der Ehrung in guter bayerischer Gesellschaft. Auf der Liste des immateriellen Kulturerbes stehen unter anderem auch die Passionsspiele in Oberammergau, die bayerische Bierbrautradition nach dem Reinheitsgebot und der Further Drachenstich. Da es um das immaterielle Kulturerbe geht, werden Ideen und Traditionen ins Landesverzeichnis aufgenommen, nicht feststehende Gebäude wie Kirchen oder Paläste. Es geht dem Kultusministerium deswegen auch nicht um die Stände und die angebotenen Waren auf dem Viktualienmarkt, sondern um die Tradition des Handels mitten in der Münchner Innenstadt, um die urbanen Marktbräuche. Seit 2015 würdigt der Freistaat Bayern mit dem Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes den kulturellen Reichtum des Landes. Alles, was auf dieser Liste steht, soll erhalten und geschützt werden.

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