Markt als Abkürzung

Viktualienmarkt: „Rasende Radfahrer“ stören Standlbesitzer

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Rücksichtlose Radler, die quer über den Markt düsen, ärgern die Standlbesitzer. 

München - Die Sprecherin der Händler, Elke Fett, beschwert sich über rücksichtslose Radler und fordert die Stadt und Polizei auf, Abhilfe zu schaffen.

Den Händlern am Viktualienmarkt sind rasende Radfahrer zunehmend ein Dorn im Auge. Diesen Missstand hat die Sprecherin der Standlbesitzer, Elke Fett, beklagt. Während der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Altstadt-Lehel berichtete Fett von einer steigenden Zahl „zwischen den Ständen hindurchrasender Radfahrer“. Dies stelle eine Gefahr für die Marktkaufleute dar, die oft nur mit einem Sprung zur Seite einen Zusammenprall verhindern könnten. „Das wird immer schlimmer“, bekräftigte Fett. Viele Radler würden den Viktualienmarkt als Abkürzung benutzen und rücksichtslos „Kisten oder Kehrbesen“ umfahren. „Und wenn man sich beschwert, wird man noch beschimpft.“ Auch Rikschafahrer würden Touristen über den Markt chauffieren.

Eigentlich gilt am Markt Radl-Verbot

Am Viktualienmarkt gilt wie in der Fußgängerzone ein Radfahrverbot. Die Sprecherin der Standlbesitzer beschwerte sich, dass die kommunale Verkehrsüberwachung dies aber so gut wie nie kontrolliere geschweige denn Verstöße ahnde. „Und der Kontaktmann der Polizei ist nie da“, kritisierte Fett. Bußgelder könnten Abhilfe schaffen, meinte sie. Der Bezirksausschuss beschloss nun, dieses Problem im September mit allen zuständigen Stellen der Stadt, der Polizei und den Betroffenen zu erörtern.

Bus, Radl, Fußgängermassen - Verkehrschaos auch rund um den Markt

Das Planungsreferat arbeitet unterdessen an einem Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung rund um den Viktualienmarkt. In einem ersten Schritt soll nach dem Willen der Großen Koalition von SPD und CSU erst einmal die Fußgängerzone am Marienplatz vergrößert werden. Bekanntlich herrscht aber auch auf der Kustermann-Fahrbahn entlang der „Metzgerzeile“ ein chaotisches Gewirr an Taxis, Bussen, Radfahrern und Schleichverkehr. Nicht gerade angenehm für die zahlreichen Passanten in diesem Bereich, der eigentlich als Fußgängerzone ausgewiesen ist. Busse dürfen allerdings durchfahren, außerdem gibt es einen Taxistand. Seit zwei Monaten dürfen Taxis aber nur noch in eine Richtung passieren: von der Schrannenhalle in Richtung Heilig-Geist-Kirche. Dies werde derzeit intensiv überwacht, so Florian Schmelmer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats.

Klaus Vick

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