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Vorab-Einblick: So sieht‘s am neuen Sendlinger Tor aus 

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Jens Böhm und Kerstin Scholber werden die Deckenlampen mit einem neuen Zylinder ausstatten, der die weißen Ringe anstrahlt.

In einem sogenannten Musterraum testen Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft die Materialien für die neue U-Bahn-Haltestelle. 

München - Die Baustelle am Sendlinger Tor ist ein Mega-Projekt. Erstmals saniert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) alle Ebenen des U-Bahnhofs auf einmal. Und so ist auch der Musterraum der Baustelle etwas Besonderes. Dort wird getestet, wie die Station künftig aussehen soll. Unsere Zeitung hat exklusiv Einblick erhalten.

Im Musterraum am Rande der Ladenzeile sind die Wände bereits mit den gelben, blauen und schwarzen Platten verkleidet, wie sie beim Umbau am Sendlinger Tor eingesetzt werden sollen. Bekanntlich gibt es ein Farbkonzept für die künftige Gestaltung. Decken und in etwa die Hälfte der Seitenwände im Bereich für U3/U6 werden in Blau gestaltet, Boden und die untere Hälfte der Wände im Grauton der Bodenplatten. Das gleiche Muster greift für die Zugänge zu den U-Bahnen sowie den Bereich für die U1/U2 – allerdings in Gelb. Im Zwischengeschoss werden Decken und Wände schwarz.

Blick in eine Schachtel: Darin ist eine Mini-Version des künftigen Bahnhofs aufgebaut.

Im Musterraum sind ebenfalls die Boden- und Deckenplatten, die Beleuchtung sowie die Hinweisschilder angebracht. Der Raum ist aber mehr als eine Ausstellung. Er dient gleichsam als Labor. Architektenpläne sind das eine – wie Material und Farbe tatsächlich wirken, ist etwas völlig anderes. „Hier kann man sich eins zu eins ein Bild machen“, sagt Kerstin Scholber, die verantwortlich ist für die Modernisierung am Sendlinger Tor. Und so hat auch die MVG bereits Änderungen vorgenommen. Denn nachdem der Musterraum eingerichtet war, durften Vertreter von Behindertenverbänden prüfen, wie tauglich die Materialien etwa für Sehbehinderte sind. „Die schwarzen Platten haben zu stark gespiegelt“, sagt MVG-Planer Jens Böhm. Für jemanden, der schlecht sieht, war nur schwer zu erkennen, ob sich eine Person auf ihn zubewegt oder ob es ein Spiegelbild ist. Daher habe man sich bei den schwarzen Wandplatten für ein mattere Ausführung entschieden. „Das ist ein schönes Beispiel, wie ein Musterraum funktioniert“, sagen Böhm und Scholber. „Weil er Fragen aufwirft, an die man nicht gedacht hat.“

Ein bisschen verändert werden die Deckenlampen mit neuem Zylinder, der die weißen Ringe anstrahlt.  

Seit März laufen die Bauarbeiten. Die MVG investiert rund 150 Millionen Euro. Fertigstellung soll 2022 sein.

Bilder & Videos zum Mega-Umbau am Sendlinger Tor 

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