Die Zukunft in den Stadtteilen

Altstadt-Lehel: Das Riesenloch im Herzen der Stadt

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Die Vorarbeiten für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke laufen. Hinter dem Rathaus wird Münchens größtes Loch ausgehoben: eine 40 Meter tiefe Baugrube.

Die Vorarbeiten für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke laufen. Hinter dem Rathaus wird Münchens größtes Loch ausgehoben. Was im Stadtbezirk Altstadt-Lehel sonst noch ansteht, erfahren Sie hier.

Die Zahlen sind schwindelerregend: Bis Ende 2030 wird die Einwohnerzahl Münchens auf 1,8 Millionen ansteigen. Jährlich wächst die Stadt um fast 14.000 Einwohner. Und München soll ja nicht nur größer, sondern auch schöner werden, damit die Lebensqualität erhalten bleibt. Doch was bedeutet das für die Stadtteile? In unserer neuen Serie blicken wir in die Zukunft der 25 Stadtbezirke. Das bringt 2018 den Münchnern - von Aubing bis Riem und von Solln bis nach Freimann.

Altstadt-Lehel: Zweite Stammstrecke, Alte Akademie und mehr

Marienhof Die Vorarbeiten für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke laufen. Hinter dem Rathaus wird Münchens größtes Loch ausgehoben: eine 40 Meter tiefe Baugrube. Bagger, Rohre, Lärm - die Geschäftsleute am Marienhof befürchten Einbußen. Auch weil Touristen die staubige und laute Gegend meiden. Wie Wolfgang Püschel, Vizevorsitzender des Bezirksausschusses Altstadt/Lehel, erklärt, wird sich der Takt der Baustellenfahrzeuge heuer dramatisch erhöhen: „Wir erwarten einen Rhythmus von drei Minuten.“ Geschätzte Bauphase: etwa neun Jahre...

Sendlinger Straße Dass die Sendlinger Straße dauerhaft Fußgängerzone bleibt, ist beschlossene Sache - trotz der Einwände aus dem BA, der sich um die Umsätze der Geschäftsleute sorgt. Nun müssen weitere Antworten gefunden werden: Wie soll die Straßenoberfläche aussehen? Wie viele Fahrradständer werden gebraucht? Wie viele Freischank-flächen genehmigt? Wie viele Bäume sollen eingepflanzt werden? Der BA will das neue Gesicht der Einkaufsmeile zusammen mit den Bürgern gestalten. Püschel rechnet mit einer Umbauphase ab 2019. 

Alte Akademie Die denkmalgeschützten Häuser an der Neuhauser Straße hat eine Investorengruppe rund um den -österreichischen Milliardär René Benko (Signa Holding) gekauft. Ein Architekturwettbewerb folgte. Doch im Nachhinein wollten Vertreter der Investoren den Umbauplan ändern - eine Gefahr für das Altstadt-Bild. Denn Signa möchte mehr frei zugängliche Arkadenflächen zu Verkaufsflächen umgestalten als zunächst vereinbart. „Wenn diese nachträglichen Wünsche umgesetzt werden, hätte man sich den Architektur-Wett-bewerb sparen können“, wettert Püschel. So etwas könne Tür und Tor öffnen, um in weiteren Projekten den Denkmalschutz zu untergraben. Der Umbau der Alten Akademie verzögert sich aber auch, weil sich im Mai 2017 eine Erbin des Architekten meldete und Urheberrecht geltend machte. Trotz aller Streitigkeiten glaubt der BA, dass die Umbauphase in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen und 2021 enden kann. 

Bushalt am Isartor Dutzende Reisebusse halten auf dem Thomas-Wimmer-Ring und lassen Fahrgäste ein- und aussteigen. Dabei blockieren sie die Rechtsabbiegerspur. Hintergrund: Die legale Bushaltebucht existiert nicht mehr wegen der Baustelle für eine Tiefgarage. Laut BA könnte man die Rechtsabbiegerspur als Bushaltebucht ausweisen. Damit wäre der Thomas-Wimmer-Ring zwischen Isartor und Maximilianstraße nur noch zweispurig. Die rechte Spur würde zusätzlich einen Rechtsabbieger-Pfeil erhalten. Die Bauarbeiten an der Tiefgarage enden planmäßig erst im Jahr 2019. 

Hüseyin Ince/ Sarah Brenner

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