An der Maximilianstraße

Wohnung illegal vermietet: 4000 Euro Strafe für Zahnarzt

München - Als Ferienwohnung für Touristen und Verwandte nutzte ein Münchner Zahnarzt seine Wohnung an der Maximilianstraße - ohne Genehmigung. Nun wurde er verurteilt. 

Diesen Zahn hat man ihm gezogen: Ein Dentist ist vom Münchner Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt worden, weil er eine Wohnung an Patienten vermietet hat. Der Mieterverein kritisiert das Urteil als wenig abschreckend.

Die Wohnung an der Maximilianstraße hat drei Zimmer, Küche und zwei Bäder, 110 Quadratmeter. Der 45-jährige Mediziner aus Eching hatte die Bleibe für rund 3000 Euro Kaltmiete selbst angemietet, sie aber nie bezogen. Stattdessen vermietete er sie an Patienten und kurzfristig auch an Verwandte. Juristen sprechen in so einem Fall von Zweckentfremdung. Die wiederum ist durch eine Satzung der Landeshauptstadt untersagt, Verstöße können derzeit mit einem Strafgeld von bis zu 50 000 Euro geahndet werden. Die Landespolitik will den Rahmen aber wohl zum 1. Juli auf bis zu 500 000 Euro ausweiten.

Im Falle des Zahnarztes hielt das Gericht 4000 Euro für angemessen. Schließlich habe der Mediziner selbst rund 3000 Euro Miete zahlen müssen – und zudem habe die Wohnung „die letzten zwei bis drei Monate leer gestanden“, heißt es im Urteil.

Der Münchner Mieterverein hält das für wenig abschreckend. „Wenn man für so eine Wohnung täglich zwischen 300 und 400 Euro bekommen kann, ist das ein Taschengeld für diese Leute“, sagt Geschäftsführer Volker Ra-stätter der tz.

Zuständig für die Kontrolle ist die Stadt. Und die hat allein im Jahr 2015 Bußgelder in Höhe von insgesamt 129.550 Euro verhängt. 

Rubriklistenbild: © dpa

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