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Geflügelter Schandi

Dieser Super-Vogel soll jetzt die Tauben am Stachus verjagen

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Falkner Günther Rau (58) mit Wüstenbussard Hillary: Der Vogel soll die Tauben aus den Stachus-Passagen vertreiben.

Tauben fühlen sich im Stachus-Untergeschoss wohl und das ist leider ein Problem. Der Taubendreck ist eklig und die Vögel eine rechte Plage. Ein Wüstenbussard soll nun die Tauben verjagen. 

München - Den Passanten im Stachus-Untergeschoss bietet sich seit Montag ein seltsamer Anblick: Ein Mann geht umher, auf seinem Handschuh sitzt ein lebendiger Greifvogel. Es ist der Wüstenbussard Hillary. Sein Job: Taubenjagd!

Tauben haben sich in den letzten Jahren im Stachus-Untergeschoss immer mehr ausgebreitet – ein Ärgernis, sagt Inge Vogt, Centermanagerin der Stachus-Passagen: „Wir haben hier zahlreiche Gastronomie- und Lebensmittelbetriebe, dazu unzählige Menschen, die hier nicht nur durchlaufen, sondern auch essen, trinken und einkaufen.“ Tauben picken Essensreste auf, flattern dicht an Passanten vorbei und hinterlassen überall Dreck. Ein Hygiene- und Gesundheitsrisiko, so Vogt.

Tauben-Jagd: Es gibt kein Gemetzel

Nun soll Falkner Günther Rau mit seiner Hillary die Tauben jagen. Doch keine Angst: Es gibt kein Gemetzel. Die Tauben werden nur vertrieben. Nur in ungefähr einem von 50 Fällen erwischt der Wüstenbussard mal eine.

Tauben sind viel schlauer als man denkt, erklärt Rau: „Wir müssen deshalb anfangs sehr häufig kommen und zu verschiedenen Zeiten, damit die Tauben keine Regelmäßigkeit erkennen.“ Später reichen ein bis zwei Besuche pro Woche. Zwar ein großer Aufwand – aber viel effizienter als andere Anti-Tauben-Strategien wie Netze, Spieße oder Elektrodrähte .

Günther Rau hat seine Falknerei mit 24 Vögeln in Harthausen (Kreis Günzburg). Er ist in ganz Bayern im Einsatz, in München schon bei Siemens und zuletzt in der Hofstatt-Passage, erzählt der 58-Jährige. Die Resonanz auf die Flügel-Polizei sei „durchwegs positiv“.

Mehr Infos zum Wüstenbussard

Wüstenbussarde leben nicht nur in Wüsten, sondern auch in Sumpfgebieten. Sie erreichen eine Flügelspannweite von 110 bis 120 Zentimetern und werden 55 bis 60 Zentimeter groß. Das Gewicht liegt zwischen 750 und 1100 Gramm. Das Federkleid ist überwiegend dunkelbraun. Der lange, kräftige Schnabel ist am Ansatz gelb, ansonsten hell- bis dunkelgrau.

Übrigens: Bis zu 40.000 Tauben leben in München.

Taubendreck überall und keine Besserung in Sicht: Tauben-Terror zermürbt Ehepaar in Taufkirchen.

Lesen Sie hier: Wüstenbussard Hillary geht in der Hofstatt-Passage auf Taubenjagd. Vor zwei Jahren sorgte ein klägliches Fiepen aus der Decke am Münchner Hauptbahnhof für Wirbel, wie tz.de* berichtet. 

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ast

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