Ersatz für Fina-Parkhaus 

Neue Garage: 2,5 Jahre Stau am Altstadt-Ring!

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So soll die künftige Tiefgarageneinfahrt am Altstadtring aussehen. Derzeit befindet sich hier eine Grünanlage mit Bäumen.

München - Ab Anfang 2016 wird am Thomas-Wimmer-Ring eine neue Tiefgarage ausgebaggert. Dort entstehen 520 neue Parkplätze. Der Nachteil: Es drohen zweieinhalb Jahre Stau, Staub und Dreck am Altstadtring.

Das ehemalige Fina-Parkhaus wird abgerissen und weicht einem Luxus-Neubau.

Zwei Jahre haben die Autofahrer und die Bewohner des Lehel Zeit, sich auf eine der größten Baustellen der Innenstadt vorzubereiten: Ab Anfang 2016 wird am Thomas-Wimmer-Ring eine neue Tiefgarage ausgebaggert. Dies hat zum einen die Folge, dass dort 520 Parkplätze entstehen und die Anwohner die grüne Insel vor dem Völkerkundemuseum nicht mehr wiedererkennen werden. Zum anderen: zweieinhalb Jahre Stau, Staub und Dreck am Altstadtring!
Hintergrund der Baumaßnahme: Die Stadt hat beschlossen, das ehemalige Fina-Parkhaus an der Hildegardstraße mit seinen 467 Stellplätzen abzureißen. Als Ersatz für die wegfallenden Stellplätze soll die Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring entstehen. 234 der 520 künftigen Stellplätze sollen für Langzeitparker zur Verfügung gestellt werden. Die Stadt hat die Grundstücke an den Projektentwickler Wöhr+Bauer verkauft. Der darf an der Hildegardstraße eine Luxusimmobilie entwickeln, in der neue Suiten für das benachbarte Fünf-Sterne-Hotel Mandarin Oriental (ohne Gastronomie, Handel, Büros und Wohnungen) entstehen sollen. Gleichzeitig darf Wöhr+Bauer die neue Tiefgarage unter dem Altstadtring errichten. Der Baubeginn ist für Anfang 2016 geplant. Für die Baustelle werden zwei der insgesamt sechs Fahrspuren am Thomas-Wimmer-Ring gesperrt. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt rund zweieinhalb Jahre. Der Baumbestand im jetzigen Grünstreifen muss in großen Teilen fallen, nur an der Nordost-Ecke sollen die größten Bäume stehen bleiben. Dafür gibt es künftig vor der Rückfassade des Völkerkundemuseums ein Vordach für die Garageneinfahrt zu sehen, für das jetzt der Architektenentwurf entschieden wurde. Die Baukosten sind wie die Grundstückspreise geheim. Der Abriss und der Neubau an der Hildegardstraße sind nach dem Tiefgaragenbau von 2018 bis 2021 vorgesehen.

J. Welte

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