Der Stadtkern von München

Altstadt

Die Mariensäule, die Frauenkirche und das neue Rathaus am Marienplatz
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Im Zentrum der Altstadt liegt der Marienplatz

Altstadt: Wissenswertes über die Lage, die Geschichte und die Besonderheiten des Stadtteils, der im ersten Stadtbezirk der bayerischen Landeshauptstadt München liegt.

München – Die Lage der Altstadt weist darauf hin, wo sich vor rund 860 Jahren die Keimzelle von München befand. Die heutige Landeshauptstadt des Freistaats Bayern war damals als Markt so groß wie der Marienplatz im Zentrum des Stadtteils Altstadt. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Altstadt: Ursprung und Lage des Münchner Stadtteils

Wo Herzog Heinrich der Löwe 1158 auf Erlass von Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Markt „forum apud Munichen“ gründete, befindet sich heute der Münchener Stadtteil Altstadt. Er markiert das historische Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt München und bildet mit dem Stadtteil Lehel den 1. Stadtbezirk Altstadt-Lehel. Um die Altstadt herum verläuft die innerste Ringstraße – der sogenannte Altstadtring – dort, wo sich einst die zweite Stadtmauer befand.

Stadtteil Altstadt in München – die Geschichte im Überblick

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bezieht sich die Geschichte der Stadt München auf das Gebiet der heutigen Altstadt. Dieses wurde durch die Münchner Stadtbefestigung begrenzt, vorgelagerte Siedlungen spielten eine untergeordnete Rolle. .

Vom Markt- zum Stadtrecht

Am 13. Juni 1158 erließ Kaiser Friedrich I. Barbarossa den „Augsburger Schied“. Dieser erlaubte Herzog Heinrich dem Löwen, beim „forum apud Munichen“ eine Zollbrücke über die Isar zu betreiben. Der Ort erhielt das Markt- und Münzrecht; Zentrum des Korn- und Salzmarkts war der Schrannenplatz, der an der Salzstraße lag. Er wurde 1854 in Marienplatz umbenannt.

1175 wurde mit dem Bau der ersten Stadtmauer der Grundstein der Münchner Stadtbefestigung gelegt. Von dieser Stadtmauer blieb das Talburgtor als Alter Rathausturm erhalten. Als Herzog Heinrich der Löwe gestürzt wurde, ging München 1180 durch den „Regensburger Schied“ an den Bischof von Freising. Das Stadtrecht Münchens wurde 1214 erstmals erwähnt.

München als Residenzstadt

München ging 1240 in den Besitz des Hauses Wittelsbach über und fiel an Herzog Otto II.

  • 1255 wurde München unter Ludwig II der Strenge zur Residenzstadt des Teilherzogtums Oberbayern. Als Residenz diente der Alte Hof, eine herzogliche Stadtburg in der Altstadt, die Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Alten Münze verbunden wurde.
  • 1285 wurde mit dem Bau eines zweiten, vier Kilometer langen Mauerrings mit vier Stadttoren begonnen.
  • 1300 erfolgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der inneren Stadt – und lässt auf eine erste Aufteilung Münchens in zwei Stadtteile schließen.
  • 1315 erhielt München die Marktfreiheit. Bedingung war, dass der Schrannenplatz für immer unverbaut bleiben müsse.
  • 1322 zog Ludwig IV. nach der Übernahme der Herrschaft über Bayern feierlich in München ein. Nach seiner Krönung zum Kaiser wurde München 1328 zur kaiserlichen Residenzstadt.
  • 1332: Durch die kaiserliche Goldbulle erhielt München eine Monopolstellung im Salzhandel.
  • 1340: München erhielt das „Große Stadtrecht“ mit weiteren Privilegien.
  • 1363: An der nordöstlichen Stadtbefestigung wurde die Neuveste errichtet. Die Münchner Residenz in der Altstadt ist bis heute das größte Innenstadtschloss Deutschlands.
  • 1453: Das „Reinheitsgebot“ für Bier wurde erlassen.
  • 1504: München zählte auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Altstadt etwa 13.500 Einwohner.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt über die Grenzen der Altstadt aus, die Befestigungsanlagen wurden abgerissen.

Stadtteil Altstadt in München – Gliederung und Besonderheiten

Der gesamte Bereich des Münchner Stadtteils Altstadt ist ein denkmalgeschütztes Ensemble und ein Bodendenkmal. Er besteht aus vier historischen Vierteln:

  • Graggenauer Viertel mit dem Marienplatz, der Mariensäule, dem Hofbräuhaus, dem Alten und dem Neuen Rathaus, dem Alten Hof, der Alten Münze und der Münchner Residenz
  • Angerviertel: Ehemals ein Anger im Bereich des heutigen Sankt-Jakobs-Platzes, der Pfarrei St. Peter, dem Rindermarktbrunnen, dem Heilig-Geist-Spital und der Heilig-Geist-Kirche
  • Hackenviertel: Historisch ein eingezäuntes Gelände mit Krämerläden, beherbergt es heute den Viktualienmarkt, das älteste Gebäude Münchens – die Hundskugel, die Kreuzkirche und das Damenstift St. Anna
  • Kreuzviertel: Einst das „Eremitenviertel“ mit Klöstern und Kirchen; hier steht das Münchner Wahrzeichen Frauenkirche

Diese Viertel bilden vier von sechs Bezirksteilen des 1. Stadtbezirks Altstadt-Lehel.

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