Auch Spuren für Busse und Taxis auf dem Prüfstand

Altstadt: Straßen-Sperren für Radler?

+
Schrittgeschwindigkeit! Mit neuen Hinweisschildern versuchte die Stadt im vergangenen Jahr die Probleme mit Radl-Rasern in der Residenzstraße in den Griff zu bekommen.

Der Stadtrat ist unzufrieden mit den Verkehrsverhältnissen rund um den Marienplatz. Da sind die Radler, die nach wie vor viel zu forsch über die Residenzstraße den Marienplatz Richtung Rindermarkt überqueren.

Aber auch die Busse und Taxis am Marienplatz sind vielen ein Dorn im Auge. Und auch das Erscheinungsbild der Straßen ist für so manchen Ratsherr verbesserungswürdig. Jetzt soll das Stadtplanungsamt eine Umgestaltung der Gegend rund um den Marienplatz vorbereiten. Tabus gibt es dabei keine. Heute befasst sich die Vollversammlung des Stadrates mit den Plänen.

Stadtrat Richard Quaas (CSU) war es, der im Juni das Problem der Radl-Rambos in der Altstadt auf die Tagesordnung brachte. Ein schwerer Radl-Unfall in der Residenzstraße mit zwei Verletzten machte deutlich, wie nötig eine Änderung der Wegeführung ist.

Die Stadt reagierte mit 17 Einzelmaßnahmen – unter anderem wurden neue Schilder aufgestellt und die rote Markierung für den Radweg erneuert. Die Polizei verstärkte die Kontrollen. Geändert hat sich aber nach Einschätzung der Polizei und des Kreisverwaltungsreferates so gut wie nichts – sowohl bei den Radlern als auch bei anderen Verkehrsteilnehmern.

„Die Verkehrsregeln werden unzureichend beachtet, Radfahrerinnen und Radfahrer sind zu schnell unterwegs, Taxen fahren unberechtigt durch die Fußgängerzonen, Lieferanten halten sich nicht an die vorgeschriebenen Lieferzeiten“, so die Einschätzung des Planungsreferates.

Dort will man jetzt eine Neugestaltung der Achse Rindermarkt-Marienplatz-Dienerstraße-Residenzstraße „aus einem Guss“ anstreben. Vorher wollen die Planer aber untersuchen, welche Abschnitte künftig welche Funktionen übernehmen sollen. So soll geprüft werden, ob zwischen Rindermarkt und Marienplatz weiterhin Taxen und Busse fahren sollen und ob Radler auch künftig weiterhin in der Diener- und Residenstraße fahren dürfen. Dabei sollen geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen für die Radler geprüft werden. Platten mit Rillen könnten das Tempo der Radler drosseln, die hier eigentlich nur mit fünf km/h fahren sollen.

Außerdem wird über eine geringere Höhe der Bordsteine nachgedacht. Eine gemeinsame Nutzung des Straßenraumes für alle Verkehrsteilnehmer wäre die auch optisch eleganteste Lösung.

Aber auch Ausweichspuren für die Radler sind im Gespräch – die Grünen wollen auch die Öffnung der Sparkassensgasse für den Radverkehr prüfen. Sonst müssten die Radler immense Umwege in Kauf nehmen. Sechs Monate will das Planungsreferat diese Möglichkeiten prüfen.

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Schauspielerin Billie Zöckler tot: Jetzt kommt heraus, wie traurig ihr Lebensende war
Schauspielerin Billie Zöckler tot: Jetzt kommt heraus, wie traurig ihr Lebensende war
Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen täglich seine Werke
Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen täglich seine Werke
Nach Berliner Vorbild: Neues System soll Münchner U-Bahnen revolutionieren
Nach Berliner Vorbild: Neues System soll Münchner U-Bahnen revolutionieren
Sprengstoff-Angst: Mann schleudert Tasche in Linienbus und flüchtet - Fahrgäste schockiert
Sprengstoff-Angst: Mann schleudert Tasche in Linienbus und flüchtet - Fahrgäste schockiert

Kommentare