Zwischen Panzerwiese und BMW

Am Hart

Der Olympiapark in Muenchen war der Veranstaltungsort der XX. Olympischen Spiele 1972
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Der Olympiapark befindet sich im Muenchner Stadtbezirk 11 Milbertshofen-Am Hart

Am Hart gehört zusammen mit Milbertshofen zum Stadtbezirk 11 von München. Alle Infos zu Geschichte, Lage und Besonderheiten übersichtlich zusammengefasst.

München – Im Stadtteil Am Hart gibt es seit den 1960er-Jahren eine Siedlung, die auf die US-Streitkräfte zurückgeht. Damals standen dort Wohnblöcke und Doppelhäuser komplett mit Einkaufsmarkt, Sporteinrichtungen und Kino. Seit 1968 gehört die Siedlung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die den Wohnraum seitdem vermietet. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Am Hart – Lage und Einwohnerzahlen des Stadtteils

Am Hart ist ein Stadtteil ganz im Norden von München. Nördlich davon befindet sich die Stadtgrenze der Isar-Metropole, im Westen liegt das Hasenbergl, im Süden Milbertshofen und im Osten das Viertel Freimann.

Am Hart und Milbertshofen gehören zusammen zum Stadtbezirk 11 mit rund 1.341,64 Hektar Fläche. Hier leben etwa 75.000 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt damit ungefähr 56 Personen pro Hektar.

Verkehrstechnisch ist Am Hart durch die U-Bahn-Linien U2 und U8 an das städtische Nahverkehrsnetz angebunden. Zudem hat der Stadtteil eine verkehrsgünstige Lage zu den Bundesautobahnen A99 und A9.

Stadtteil Am Hart: Das ist seine Geschichte

Die Geschichte des Stadtteils Am Hart beginnt relativ unspektakulär als Waldgebiet vor den Toren der Stadt. Das Wort „Hart“ ist ein alter Begriff für „Wald“ und ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das Gebiet zum Bauland erklärt, es entstand das heutige Wohnviertel. Hier sind die wichtigsten Eckdaten dieser Epoche:

  • 1933 begannen die Nationalsozialisten mit dem Bau der Reichskleinsiedlung mit dem Namen Am Hart und errichteten gut 340 größtenteils identische Arbeiterhäuser in der Nähe der Ingolstädter Straße.
  • In der Nachkriegszeit siedelten sich viele Flüchtlinge aus Schlesien und dem Sudetenland in den Wohnungen Am Hart an.
  • In den 1950er-Jahren begann ein Bauboom in München, bei dem auch der Stadtteil im Norden kräftig erweitert wurde.
  • Seit den 1950er-Jahren leben vor allem die Beschäftigten aus dem nahen BMW-Werk Feldmoching im Stadtteil Am Hart.

Am Hart: Ein Stadtteil mit Besonderheiten

Eine kuriose Besonderheit des Stadtteils Am Hart ist das Naturschutzgebiet Panzerwiese. Diese rund 200 Hektar große Heidefläche wurde bis Mitte der 1980er-Jahre als Truppenübungsplatz der Warner-Kaserne genutzt. Eigentlich war der Bevölkerung das Betreten verboten, doch die Münchner nutzten die Panzerwiese dennoch als Naherholungsgebiet für Spaziergänge, Picknicks oder für sportliche Betätigungen.

1994 erwarb die Stadt München diese Heidefläche, um sie als Bauland zu nutzen. Doch aufgrund des Artenreichtums und der vielen seltenen Pflanzenarten auf dem Gebiet wurde lediglich der Süden bebaut. Der Nordteil ist heute ein Naturschutzgebiet und wird zudem im Sommer als Schafweide genutzt.

Außerdem sind Am Hart und der Stadtbezirk 11 Standort einiger bedeutender Unternehmen. Dazu gehören vor allem:

  • das BMW Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ)
  • die Sanitätsakademie der Bundeswehr
  • der Euro-Industriepark, eines der größten Gewerbegebiete Münchens

Stadtteil Am Hart: Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps

Am Hart ist ein Stadtteil ohne alten Ortskern, da er von Anfang an als Wohnviertel konzipiert wurde.

Dennoch weist der Stadtbezirk 11 einige Sehenswürdigkeiten auf, wie zum Beispiel:

  • die Skulptur zur Erinnerung an die Judensiedlung Milbertshofen in der Ecke Knorrstraße/Troppauer Straße
  • die Versöhnungskirche in der Hugo-Wolf-Straße
  • die Kirche St. Gertrud in der Weyprechtstraße 75
  • die Kirche zu den heiligen vierzehn Nothelfern in der Karlsbader Straße 3

Dazu kommen interessante Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, wie:

  • die Freizeitstätte Neuland in der Neuherbstraße
  • das Spiel- und Begegnungszentrum SBZ
  • der Airhop Trampolinpark München
  • das Wirtshaus „Am Hart“ mit regelmäßigen künstlerischen Veranstaltungen

Wer ein ganz besonderes Badevergnügen sucht, kommt in der nahen Olympia-Schwimmhalle im Olympiapark in Milbertshofen auf seine Kosten. Die zu den Olympischen Spielen erbaute Anlage aus dem Jahre 1972 besitzt heute ein frei zugängliches Sport- und Freizeitbad. Nach einem geflügelten Wort beinhaltet dieses Olympia-Schwimmbecken das „schnellste Wasser der Welt“. Neben den Trainingszeiten zahlreicher Vereine haben Besucher die Möglichkeit, in den Becken ihre Bahnen zu ziehen.

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