Es könnte laut werden

Am kommenden Mittwoch: Polizei, Feuerwehr und Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof - das steckt dahinter

In der Nacht zum kommenden Mittwoch werden der nördliche Teil des Münchner Hauptbahnhofs und Straßen in der Umgebung gesperrt. Zudem werden Polizei, Feuerwehr und Bundespolizei vor Ort sein. 

München - In einer großangelegten nächtlichen Übung wollen Polizei, Feuerwehr und Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof das Vorgehen bei einem Anschlag oder einer anderen Gewalttat trainieren. An die 1000 Einsatzkräfte sollen in der Nacht zum kommenden Mittwoch den Einsatz durchspielen, zugleich sollen Hunderte Statisten in dem Szenario mitwirken und für realitätsnahe Situationen sorgen.

Hintergrund seien die Erfahrungen zu schweren Gewalttaten in München, aber auch die Ereignisse der vergangenen Jahre im In- und Ausland, teilte die Polizei am Donnerstag mit, ohne jedoch von einem Terroranschlag oder Amoklauf zu sprechen.

Der nördliche Teil des Hauptbahnhofs und Straßen in der Umgebung werden von Mitternacht bis etwa 04.00 Uhr gesperrt. Einsatzfahrzeuge werden mit Blaulicht und Martinshorn fahren, Einsatzkräfte in Schutzkleidung und Komparsen mit täuschend echt aussehenden Verletzungen unterwegs sein, wie die Polizei weiter mitteilte.

Es könnte auch laut werden: Geschossen wird mit Platzpatronen. Um Irritationen zu vermeiden, wurden Anwohner und Gewerbetreibende vorab informiert, am Einsatztag sollen auch Reisende und Passanten aufgeklärt werden. Der Zugverkehr werde im Wesentlichen nicht beeinträchtigt, es werde lediglich vereinzelte Gleisänderungen geben.

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Zeitgleich gebe es eine Übung im Münchner Norden, von der die Anwohner aber wenig mitbekommen sollen. „Das Übungsszenario findet dort auf einem behördeneigenen Trainingsareal statt.“

Die gesamte Übung finde unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Für Außenstehende gibt es keinerlei Möglichkeiten, die Übung in irgendeiner Art und Weise zu beobachten“, erläuterte die Polizei.

Ähnliche Übungen gab es bereits in anderen Städten, unter anderem in Frankfurt am Main.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Marc Müller

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