Fahrlässige Körperverletzung?

Amok-Kuh: Prozess gegen Händler

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Die Amok-Kuh konnte nur durch Polizeischüsse gestoppt werden.

München - Die Amok-Kuh, die vor zwei Jahren die Stadt in Atem hielt, hat für den Viehhändler Ludger R. nun ein juristisches Nachspiel.

Eine Kuh rast aufs Oktoberfest-Gelände, nimmt eine Joggerin (28) auf die Hörner und stirbt schließlich zu Füßen der Bavaria durch Polizeikugeln. Diese irre Geschichte hielt die Stadt vor zwei Jahren in Atem.

Für den Viehhändler Ludger R. hat sie nun ein juristisches Nachspiel. Wegen fahrlässiger Körperverletzung muss er sich am Montag vor dem Amtsgericht verantworten. Denn die Kuh war damals von der Verladerampe gesprungen und durch eine Lücke zwischen Transporter und Absperrung entwischt. Erst dadurch war es möglich gewesen, dass sie zur Theresienwiese rennen konnte. Auf dem Weg dorthin hatte sie eine Joggerin auf die Hörner genommen, die sich eine Gehirnerschütterung und schwere Prellungen zuzog.

Für die Verletzungen der Frau macht die Staatsanwaltschaft den Viehhändler verantwortlich. Sie war drei Wochen nach dem Vorfall krankgeschrieben und litt unter Angstattacken, musste sich von einem Psychotherapeuten behandeln lassen. Viehhändler Ludger R. hat gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt, deshalb kommt es am Montag zum Prozess.

A. Thieme

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