Amtsgericht: Hier singt der Chef

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Musikalisch: Gerichtspräsident Gerhard Zierl

München - Wenn ein Angeklagter vor Gericht auspackt, heißt es in Bayern: Der singt wie a Zeiserl. Beim Münchner Amtsgericht singen freilich auch Richter, Staatsanwälte, Justizwachtmeister und Angestellte.

Insgesamt 48 Sängerinnen und Sänger zählt der Chor. Mittendrin: Gerhard Zierl. Als Bass hat er nicht nur eine gewichtige Stimme im Chor, als Präsident lenkt er auch die Geschicke von Deutschlands größtem Amtsgericht. Am Donnerstag feiert Bayerns dienstältester Gerichts-Chef sein zehnjähriges Dienstjubiläum. Der Chor hatte schon große Auftritte wie etwa bei einer Benefiz-Veranstaltung vergangenen November im Cuvilliés-Theater. „Das hat mir großen Spaß gemacht“, sagt Zierl. Und: „Positiv finde ich auch die Arbeitsatmosphäre an meinem Gericht. Ich bin stolz auf meine Truppe.“ Zweieinhalb Jahre sind es noch bis zu seinem Ruhestand. Seine Ziele? Zierl hofft, dass das marode Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße rasch durch einen Neubau ersetzt wird. Beim Thema Sicherheit denkt er auch über den Einsatz privater Wachleute für die Einlasskontrollen nach, aber: „Ich will keine Schwarzen Sheriffs.“

ebu

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