“Dilettantische Vorgehensweise“

Hausverbot statt Liebesspiel: Amtsgericht verurteilt Peinlich-Freier

+
Mit Blüten im Bordell bezahlen – das war keine so gute Idee.

Ein Maler aus Ingolstadt wurde vom Gericht nun für seine „dilettantische Vorgehensweise“ verurteilt.

München - Ein Maler aus Ingolstadt hatte es mit dieser Masche in einem Obersendlinger Bordell versucht, nachdem er bei einer Prostituierten 45 Minuten Sex gebucht hatte. 

Noch bevor beide ins Bett gingen, hatte die routinierte Liebesdame den Falschgeld-Freier (32) aber durchschaut und regte sich fürchterlich über den Betrugsversuch auf. Statt Sex bekam der Mann dann Hausverbot – und kassierte obendrein noch eine Anzeige.

Lesen Sie zudem auch:  Bikini-Foto sorgt für Diskussionen - wegen pikantem Detail

Am Ende ein teurer Spaß! Denn am 25. April verurteilte das Amtsgericht den Freier wegen Geldfälschung noch zu einem Jahr Haft auf Bewährung. Zusätzlich muss er 500 Euro Geldstrafe zahlen. „Es stimmt alles, ich habe die 50 Euro-Geldscheine mit dem Drucker hergestellt“, sagte er vor Gericht. 

Gericht spricht von „dilettantische Vorgehensweise“

Und gab reumütig zu: „Es war eine riesige Dummheit. Ich habe einen Leim zum Kleben genommen. Ein paar Ecken waren noch offen. Die Geldscheine waren speziell für den Besuch im Bordell angedacht. Ich habe einen echten 50er auf den Drucker gelegt.“

Vielleicht interessiert Sie auch das: Polizei findet Magic Mushrooms bei Künstler: Woher sie kommen, ist ihm schleierhaft

Nach Einschätzung des Gerichts handelte es sich um eine einmalige Verfehlung – ähnliche Straftaten seien von dem Angeklagten nicht mehr zu erwarten. Zu seinen Gunsten wurde die „dilettantische Vorgehensweise“ gewertet: Die einzelnen Papierblätter hatte der Maler zu beidseitig bedruckten Scheinen verklebt. 

Die Blüten sahen wohl aber augenscheinlich wie Spielgeld aus. Trotzdem rügte das Gericht: Auch wenn die „Unechtheit bei näherem Hinsehen problemlos erkennbar war“, handele es sich nicht um einen Bagatellfall.

Andreas Thieme

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mann raste ins Stauende, 25-Jährige starb - Verfahren eingestellt, keine Entschuldigung
Mann raste ins Stauende, 25-Jährige starb - Verfahren eingestellt, keine Entschuldigung
„Hier rasen alle“: Münchner sucht beim KVR nach Hilfe - und erhält eine kuriose Auskunft
„Hier rasen alle“: Münchner sucht beim KVR nach Hilfe - und erhält eine kuriose Auskunft
Bluttat in Harlaching: Angeklagter gesteht Mord - und verrät gruseliges Detail
Bluttat in Harlaching: Angeklagter gesteht Mord - und verrät gruseliges Detail
Computer-Panne am Wahltag? Helfer schildert chaotische Szenen - Verwaltung mit vielen Problemen konfrontiert 
Computer-Panne am Wahltag? Helfer schildert chaotische Szenen - Verwaltung mit vielen Problemen konfrontiert 

Kommentare