Amtsmissbrauch: Polizeimeister suspendiert

München - Wegen Amtsmissbrauchs ist ein Polizeimeister nicht mehr tragbar, so lautet das Urteil des Verwaltungsgerichts. Lesen Sie hier, was sich der 36-Jährige im Dienst alles erlaubte.

 Er hat im Dienst einen Mann geschlagen und mehrmals für private Zwecke Personenabfragen an den Computern im Polizeipräsidium München getätigt. Dadurch sei der 36 Jahre alte Polizeimeister nicht mehr tragbar, hat das Verwaltungsgericht am Montag geurteilt und die Entfernung des Beamten aus dem Dienst angeordnet.

Zuvor hatte die Vorsitzende Richterin dem Polizisten eindringlich geraten, lieber selbst zu kündigen, weil sich dies im Lebenslauf besser mache. Doch freiwillig wollte der Beamte nicht gehen. Denn: „Polizist ist mein Traumberuf.“

Was man nie zu Polizisten sagen sollte

Was man nie zu Polizisten sagen sollte

Ein Traumberuf, mit dessen Pflichten es der Polizist teilweise nicht so genau genommen hat: Nachdem er einen Gefangenen in den Hafträumen des Polizeipräsidiums an der Ettstraße ins Gesicht geschlagen hatte, verurteilte ihn das Amtsgericht im Januar 2010 zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen à 35 Euro. Bei dem 36-Jährigen jedoch kam einiges mehr hinzu: Weil er den Bericht eines Kollegen über einen psychisch Auffälligen „witzig“ fand, schickte er sich die Akten oder Email an seine private Adresse. Zudem hatte der Polizist mehrere Personen aus seinem privaten Umfeld abgeklopft. Über den Computer im Polizeipräsidium fragte er sie ab, um herauszufinden, welche Vorstrafen sie haben.

bl

Rubriklistenbild: © AP

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