Er arbeitete auch Russland zu

Anklage gegen Münchner CIA-Spion

München - Ein Münchner Spion muss vor Gericht: Die Generalbundesanwaltschaft hat Markus R. (32) wegen Landesverrats, Verletzung des Dienstgeheimnisses und Bestechlichkeit angeklagt.

Dieser Fall machte schon im Juli 2014 Schlagzeilen: Markus R. (32), ein Mitarbeiter beim Bundesnachrichtendienst (BND) in Pullach, soll geheime Informationen an den amerikanischen Geheimdienst CIA weitergegeben haben. Jetzt hat ihn die Generalbundesanwaltschaft wegen Landesverrats, Verletzung des Dienstgeheimnisses und Bestechlichkeit angeklagt. Der brisante Prozess wird am Oberlandesgericht verhandelt werden.

Markus R. war seit 2007 für den BND tätig. Von Mai 2008 an war er in der Abteilung Einsatzgebiete Auslandsbeziehungen eingesetzt. Dort war er mit der Verwaltung ein- und ausgehender Post sowie der Registratur von Verschlusssachen befasst. Von der CIA soll er 95 000 Euro kassiert und dafür zahlreiche dienstliche Dokumente und interne Informationen weitergegeben haben. Diese gaben Aufschluss über die Aufklärungstätigkeit des BND sowie die personelle Zusammensetzung von R.’s Abteilung.

Auch den russischen Geheimdienst soll R. im Mai 2014 beliefert haben. Am 2. Juli 2014 wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

A. Thieme

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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