Anlage-Betrüger prellt Sarah Kern um 300.000 Euro

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Sarah Kern auf der Wiesn (Archivbild).

München - Sagenumwoben und geheimnisvoll – irgendwie haben die Illuminaten und die Tempelritter ja schon ihren Reiz. Auch Modedesignerin Sarah Kern scheint Fan der Geheimbünde gewesen zu sein.

 Schließlich war sie so fasziniert von den „Illuminaten des Templerordens“, dass sie glatt 300 000 Euro bei einer gleichlautenden Organisation anlegte. Einziges Problem: Eine Anlage, geschweige denn die „Illuminaten des Templerordens“, gab es gar nicht. Und so war das Geld der schönen Münchner Designerin futsch!

Am Montag beginnt deswegen ein Prozess gegen einen mysteriösen Anlageberater vor dem Augsburger Landgericht. Und laut Augsburger Allgemeine wird auch Sarah Kern aussagen.

Es klang aber auch zu gut, als der mutmaßliche Betrüger Roman K. im Jahr 2008 der Modedesignerin Sarah Kern ein Angebot machte. Gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann sollte die 42-Jährige Geld eben bei den „Illuminaten des Templerordens“ anlegen – und dabei täglich traumhafte vier bis acht Prozent Zinsen einheimsen. Kern schlug offenbar zu. 300 000 Euro vertraute die Münchnerin dem Berater an.

Und – Hand aufs Herz – wer würde das nicht, bei dieser Rendite? Doch es war eben doch viel zu schön, um wahr zu sein. Obwohl es anfangs sogar erste Zinszahlungen gab. Wie viel, das wird wohl im Prozess zur Sprache kommen. Während der Ermittlungen stellte sich jedenfalls heraus: Die Modedesignerin ist nicht die einzige, die auf den fiesen Trick von Roman K. hereinfiel. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es viele weitere Opfer gibt – und dass das Geld ein für allemal weg ist. Roman K. hingegen behauptet, er habe das Geld zurückgezahlt. Ob dies so ist, soll nun durch das Gericht geklärt werden – auch mithilfe von Sarah Kern.

AW

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