25.000 Münchner demonstrieren gegen Atomkraft

+
Atomkraftgegner demonstrieren am Samstag für die sofortige Abschaltung von Atomkraftwerken.

München - Rund 25.000 Menschen haben Samstag in München angesichts der Atomkatastrophe in Japan gegen Kernkraft demonstriert. Die Innenstadt wurde für die Proteste teilweise abgeriegelt.

Bei Regenwetter versammelten sich viele Protestierer auf dem Odeonsplatz in der Innenstadt und gedachten wie in anderen Städten am Nachmittag mit einer Schweigeminute der Opfer der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. Mit Sprechchören “Abschalten, Abschalten“, machte die Menge dann ihrem Unmut über die Kernkraft Luft.

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 25.000, sagte ein Sprecher. Es kämen aber laufend Menschen dazu. “Es ist alles friedlich, wir können uns wirklich nicht beschweren.“ Auch in Hamburg, Köln und Berlin waren zehntausende Menschen zu den Aktionen unter dem Motto “Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten.“ gekommen.

“Atomenergie hat keine Zukunft“, sagte Bayerns IG Metall-Chef Jürgen Wechsler am Rande der Kundgebung. “Japan macht deutlich, dass es keine Sicherheit bei Atomkraftwerken gibt.“ Kabarettist Urban Priol sagte vor seinem Auftritt am Nachmittag: “Es ist schlimm, dass erst nach einer solchen Katastrophe alle aufwachen.“ Es sei nun eine spannende Zeit, bei der man dabei sein müsse. Wegen der Aktion war die Innenstadt teilweise für den Verkehr gesperrt, an den Aufgängen der U-Bahn-Station bildeten sich lange Schlangen.

dpa

Auch interessant

Kommentare