Antiquitäten sind Kult auf der Dult

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Premiere auf der Auer Dult: Renate Obermaier verkauft Antiquitäten – zum Beispiel aus alten Bauernhäusern

München - Vom Hustenguatl bis zur Pferdesalbe – die Auer Dult lässt kaum einen Wunsch offen. Unter den Standlleuten findet sich heuer auch eine Debütantin.

Vom Hustenguatl bis zur Pferdesalbe – die Auer Dult lässt kaum einen Wunsch offen. Zu Füßen der Mariahilfkirche, in der jetzt ein Glockenspiel seinen Dienst verrichtet, kann man bis 6. Mai täglich von 10 bis 20 Uhr bei 300 Marktkaufleuten und Schaustellern stöbern, naschen und gemütlich Brotzeit machen.

Unter den Standlleuten findet sich heuer auch eine Debütantin. Renate Obermaier ist schon ganz euphorisch und sagt: „Die Auer Dult ist Kult!“ Die Antiquitäten- und Kunsthändlerin ist zum ersten Mal auf der Maidult vertreten. „Über Bekannte habe ich zufällig mitbekommen, dass ein Standl frei wird“, erzählt die Bayerisch Gmainerin Hallo München. Normalerweise verkauft sie ihre Ware nur im Ladengeschäft, „aber die Auer Dult ist so super. Da war meine Oma früher schon ganz begeistert.“

Auch die Münchner dürfen sich freuen. Neben ihrem Standard-Angebot – „alles, was jemals in irgendeiner Wohnung gestanden ist“ – hat Obermaier ein ganz besonderes Schmankerl für die Au: „Wir haben vor Kurzem ein altes Bauernhaus geräumt.“ Zum Vorschein kamen uralte Gerätschaften. „Bestimmt 100 bis 200 Jahre alt.“

Seit 1999 ist Renate Obermaier als selbstständige Antiquitäten- und Kunsthändlerin tätig. „Vorher war es nur ein Hobby, aber dann hat der Schuhladen zugemacht, in dem ich gearbeitet habe.“ Renate Obermaier wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und hat ihn bis jetzt nie bereut. Ihr Spezialgebiet liegt im Jugendstil- und Art-déco-Bereich. Hin und wieder hat sie aber auch Möbel und Accessoires aus der Biedermeierzeit oder den 50er-Jahren im Angebot.

Nicht zum ersten Mal, aber mit einem neuen Sortiment, ist die Münchnerin Dagmar Kilian (41) auf der Dult vertreten: Sie hat mit ihrem Handarbeitsteam in Moosach jede Menge Trachtenschmuck entworfen und gefertigt. Kilian:„Mir ist aufgefallen, dass es solchen Schmuck bei den Großhändlern nicht gibt.“ Armbandl, Hutschmuck, Broschen, Tascherl oder auch Anstecker: Kilian hat ihre Ideen in die Tat umgesetzt und kreativen Trachtenschmuck kreiert, der das gewohnte Dirndlgwand aufpeppt. „Da steckt viel Herzblut drin.“

Katharina Kraus

Die Münchner Au: Ein Dorf mitten in der Stadt!

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