Deutsches Museum, Patentamt & Gasteig

Antrag im Stadtrat: Mehr Dachterrassen für die Münchner!

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Die Dachterrasse der Technische Uni ist bereist öffentlich. Das wäre auch für einige andere Gebäude nahe der Isar denkbar.

München - Viele öffentliche Gebäude in München haben eine traumhafte Lage nahe der Isar. Obendrein haben sie große Dachflächen. Seit Längerem kursiert die Idee, diese für die Bürger öffentlich zu machen. Darum dreht sich auch eine Antrag der Fraktion der Grünen und Rosa Liste im Münchner Stadtrat. 

"Dächer für die Bürgerschaft öffnen – Blick auf die innerstädtische Isar erschließen", so lautet der Antrag der Fraktion der Grünen und der Rose Liste im Stadtrat. Demnach soll die Stadt in die Rahmenplanung für den innerstädtische Isarraum, die im Sommer im Stadtrat behandelt werden soll, das Thema „Öffnung der Dächer für die Bürgerinnen und Bürger – neue Sichtperspektiven auf die innerstädtische Isar“ aufnehmen. 

Dazu soll die Stadt mit Eigentümern von geeigneten Dachflächen in Verhandlungen treten und so eine solche Erschließung baurechtlich möglich machen. Vor allem die Dächer des Gasteig, des Deutschen Museums und des Deutschen Patentamts sollen dabei berücksichtigt werden. 

Hintergrund des Antrags ist, dass schon eine ganze Reihe von Stadtratsanträgen das Planungsreferat beauftragt wurde, eine Rahmenplanung zum Thema innerstädtischer Isarraum vorzulegen. Die wurde, so die Antragsbegründung, am 29. Januar 2014 für „Herbst 2014“ in Aussicht gestellt. Inzwischen ist ein Termin im Sommer 2015 vorgesehen.

Potential wäre da: Auf dem Deutschen Patentamt befindet sich eine Aussichtsterrasse und eine Dachkantine – die aber bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und auch abends nicht offen hat. Auch das Dach des Deutschen Museums bietet weiteres Potential für eine öffentliche Nutzung.

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Für den Gasteig bietet sich an, eine öffentliche Dachnutzung bei den Umbauplänen zu berücksichtigen – oder gar eine temporäre Nutzung kurzfristiger anzugehen. Bei den nicht-städtischen Institutionen wäre die Stadt aufgefordert, hier Gespräche zu führen und falls nötig baurechtlich Umnutzungen zu ermöglichen.

Außer den genannten drei prominenten Gebäuden könnten sich auch weitere Häuser im Bereich der innerstädtischen Isar anbieten, um Dächer für die Münchner zu nutzen und damit einen ganz neuen Blick auf die innerstädtische Isar zu ermöglichen, und dass möglichst kostenfrei.

Ideen, was man aus den Dachflächen machen könnte gibt es bereits: Die genannten Dachterrassen waren bereits im Februar Thema einer Podiumsdiskussion des Vereins Isarlust e.V. zum Thema „Kultur im Fluss“ im Mittelpunkt gestanden. Damals wurden Arbeiten von Studenten der Kunstakademie gezeigt, in denen sie Entwürfe für eine Nutzung des Gasteig-Dachs vorstellen. Die Ideen reichen von Krautgärten über eine Freibühne, einem Bad mit Ausblick, einer „SichtBar“ bis zu Projektpavillons für Kulturschaffende. Die Entwürfe sind noch bis zum 18. Juni in der Ausstellung "rooftop Action!" in der Glashalle im 1. Obergeschoss im Gasteig zu sehen.

Zum Abschluss dieser Ausstellung dreht sich auch eine Veranstaltung im Gasteig am 17. Juni um das Thema öffentliche Dachterrassen. Unter dem Motto "Auf die Dächer, München!" diskutiert Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk mit Experten über mehr Leben auf den Dächern der Stadt. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Black Box im Gasteig. Der Eintritt ist frei.

 my

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