OB Ude antwortet

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Die Zulassungsstelle verärgert die Bürger ­zurzeit mit mehrstündigen Wartezeiten.

München - tz-Leserin Sabine Gach möchte wissen, warum es bei der Zulassungsstelle der KVR trotz des Neubaus zu Wartezeiten von mindestens zweieinhalb bis drei Stunden täglich kommt.

Frage: Vergangene Woche wollte ich „nur“ meinen Führerschein im KVR, Eichstätter Straße, erneuern lassen. Am CheckIn-Schalter bekam ich eine Wartenummer zugeteilt, der ich entnehmen konnte, dass 80 Personen vor mir angemeldet waren. Daraus entwickelte sich schließlich eine reine Wartezeit von zweieinhalb Stunden. Nach Aussagen der Mitarbeiter des KVR betragen die Wartezeiten jeden Tag mindestens zweieinhalb bis drei Stunden. Da das KVR vor kurzer Zeit neu ­erbaut wurde, stellt sich mir die Frage, ob der Neubau Vorteile bringt, denn diese genannten Warte­zeiten waren früher schon üblich. Kann man es sich als Dienstleister der Landeshauptstadt München erlauben, täglich mehr als hundert Personen so lange warten zu lassen?

Sabine Gach, per E-Mail

OB Udes Antwort: Zunächst mal tut es mir Leid, dass Sie so lange warten mussten. Das Kreisverwaltungsreferat legt nämlich eigentlich großen Wert darauf, seiner Kundschaft nur angemessene Wartezeiten zuzumuten. Trotz vielfältiger Bemühungen kann es aber vereinzelt zu längeren Wartezeiten kommen. Dies trifft besonders auf sehr parteiverkehrs­intensive Tage wie Dienstagnachmittag oder Freitagvormittag zu. Vor allem dann, wenn diese Wochentage in die Schulferien fallen oder es sich um sogenannte „Fenstertage“ handelt.

Die Fahrerlaubnisbehörde ist Montag und Freitag von 7.30 Uhr bis 12 Uhr für den Parteiverkehr geöffnet. Leider werden die frühen Stunden nicht immer gleichmäßig von den Kundinnen und Kunden angenommen, so dass es gerade gegen Mittag zu einer Verdichtung des Kundenaufkommens kommt. Am Dienstag und Donnerstag wird daher, vor allem für berufstätige Bürgerinnen und Bürger, eine durchgehende Öffnung von 10 Uhr bis 18.30 Uhr beziehungsweise bis 16 Uhr angeboten. Dennoch lassen sich dadurch längere Wartezeiten nicht immer vermeiden, zumal im Rahmen der Haushaltskonsolidierungskonzepte auch das Kreisverwaltungsreferat einen Personalabbau vornehmen musste.

Mit dem Neubau der Fahrerlaubnisbehörde in der Eichstätter Straße im Jahr 2005 wurden Vorkehrungen getroffen, um die Kundenströme möglichst effektiv zu steuern und die angespannte Wartesituation zu entzerren. Ein sogenannter „CheckIn“ wurde als erste Anlaufstelle ins Leben gerufen. Nach Vorprüfung der mitgebrachten Unterlagen werden die Wartenummern im Haus vollautomatisch durch die Aufrufanlage vergeben. Hierbei wird vom System darauf geachtet, dass die Kundinnen und Kunden je nach Anliegen in den Wartebereich mit der niedrigsten Frequentierung geleitet werden.

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