OB Ude antwortet, warum…gibt’s hier kein dauerndes Tempo-Limit?

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Nachts beschränkt, tags streckenweise auch mit Vollgas-Erlaubnis: die ersten Kilometer der Salzburger Autobahn.

München - tz-Leser Helmut Fiederer wohnt in Ramersdorf und fragt: " Warum gibt es am Anfang der Autobahn Salzburg eigentlich kein Tempo-Limit?  OB Ude antwortet:

Ich wohne in der Ottobrunner Straße. Schlafzimmer, Wohnzimmer und Terrasse meiner Wohnung zeigen in Richtung Autobahn. Warum gibt es am Anfang der Autobahn Salzburg eigentlich kein Tempo-Limit? In den Straßen links und rechts der Autobahn ist Tempo-30-Zone. Warum wird auf den ersten zwei Kilometern keine Beschränkung auf 60 Kilometer pro Stunde am Tag und in der Nacht verhängt? Und warum wird keine ausreichende Verkehrsüberwachung durchgeführt?

HELMUT FIEDERER, RAMERSDORF

Antwort: Ihre Anfrage betrifft eine Autobahn, deshalb ist die Autobahndirektion Südbayern zuständig, die mir folgende Auskunft zukommen ließ:

„Derzeit besteht im Bereich zwischen der Anschlussstelle Neubiberg und dem Autobahnende nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus Lärmschutzgründen auf 80 km/h. Im Zulauf auf das Autobahnende bei Ramersdorf wird darüber hinaus die Höchstgeschwindigkeit in Fahrtrichtung München ab etwa 900 Meter südlich der Ständlerstraße stufenweise von 120 km/h bis auf 60 km/h herabgesetzt. Für weitergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Lärmschutzgründen fehlen die sachlichen und rechtlichen Voraussetzungen, da die Grenzwerte nach den „Richtlinien für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm (Lärmschutz- RichtlinienStV)“ eingehalten werden. Darüber hinaus sind nach diesen Richtlinien Geschwindigkeitsbeschränkungen unter 80 km/h aus Gründen des Lärmschutzes nicht vorgesehen. Eine Ausdehnung der Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit aus Gründen der Verkehrssicherheit lässt sich ebenfalls nicht begründen, da die Unfallsituation auf der Bundesautobahn A8/ Ost im Stadtbereich München unauffällig ist.“

Zur Verkehrsüberwachung teilt mir die zuständige Autobahnpolizeistation Holzkirchen mit, dass diese aufgrund einer Anfrage von Ihnen im April verstärkt wurde, was bereits am 1.Mai zu einem spektakulären Aufgriff führte: Den beiden „Rennfahrern“, die dabei ermittelt wurden, droht wegen Teilnahme an einem unerlaubten Straßenrennen ein Bußgeldbescheid von über 400 Euro und überdies der Verlust des Führerscheins für einen Monat. Weitere Aktionen zur Überwachung des Lärmschutzes mit Videofahrzeugen und einer neuen digitalen Radartechnik sind geplant.

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