Nach Kunstfund:

Staatsanwalt: "Kein Deal mit Gurlitt"

München - Die Anwälte des Münchner Kunstsammlers Cornelius Gurlitt führen nicht nur mit der Taskforce Schwabinger Kunstfund und möglichen Erben Gespräche, sie stehen inzwischen auch in Kontakt mit der Augsburger Staatsanwaltschaft.

„Man muss abwarten, wie sich der Beschuldigte verhält“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz. Gegen Gurlitt (81) wird wegen eines möglichen Steuerdelikts ermittelt. Bei ihm waren weit über 1000 Kunstwerke sicher gestellt worden.

Zu Details aus den Gesprächen wollte sich Nemetz nicht äußern, ebenso wenig zum Stand der Ermittlungen. Wann sie abgeschlossen sein werden, lasse sich nicht seriös abschätzen.

Nemetz bekräftigte: „Ganz klar ist: Es wird keinen Deal, Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Rückgabe der Bilder oder Ähnliches geben.“ Die Frage nach der Herkunft der Bilder sei unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Das müsse man „klar voneinander trennen“. Generell gelte aber: „Wenn ein Beschuldigter zur Sachaufklärung beiträgt und einen etwaigen Schaden wiedergutmacht, dann ist das zu berücksichtigen.“

Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben wiederholt versucht, Kontakt zu Gurlitt aufzunehmen, war aber immer wieder gescheitert.

dpa

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