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Vom Anwalt schlecht beraten – was tun?

München - Ein tz-Leser fühlt sich von seinem Rechtsanwalt schlecht beraten und soll jetzt auch noch weitere Rechnungen zahlen. Was tun? Die tz hat Tipps.

Ich habe im November 2011 einen Rechtsanwalt angesprochen, den ich aus dem Fußballverein kenne. Es ging um meine Scheidung. Wir vereinbarten einen Festbetrag von 3500 Euro plus Mehrwertsteuer, also insgesamt 4165 Euro. Die habe ich inzwischen bezahlt. Aber es kamen weitere Rechnungen, und dazu kommt, dass mein Anwalt den Fall schlecht betreute. Das ging so weit, dass ein Termin vor Gericht platzte, weil er so schlecht vorbereitet war. Was kann ich tun?

Walter Prummer, Putzbrunn

Zunächst sei es ratsam, mit dem Rechtsanwalt noch einmal das Gespräch zu suchen, rät eine Mitarbeiterin der Rechtsanwaltskammer München. Bei einem zerstörten Vertrauensverhältnis sei es ratsam, den Anwalt zu wechseln. Mit dem neuen Anwalt könne dann geklärt werden, wie viel dem vorherigen Rechtsanwalt noch zu zahlen sei.

Hat der Rechtsanwalt Berufspflichten verletzt, kann kostenfrei schriftliche Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer München, Tal 33, 80331 München eingereicht werden (Tel. 532 94 40). Bei der Rechtsanwaltskammer München, die mehr als 20 000 Mitglieder hat, gehen pro Jahr mehrere Tausend Beschwerden ein.

Im Rahmen dieses berufsrechtlichen Verfahrens könne die Rechtsanwaltskammer zwar nicht die Qualität der Leistung des Rechtsanwalts überprüfen, aber wenn der Mandant meint, der Rechtsanwalt hat einen Fehler gemacht oder falsch beraten, könne ein kostenloses Vermittlungsverfahren durchgeführt werden.

svs

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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