Anwohner in Aufruhr

Polizeieinsatz wegen zwölf bewaffneter Männer

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Dieses Waffen hatte die zwölfköpfige Gruppe bei sich.

München - Zwölf bewaffnete Männer haben an der Braunauer Brücke für Aufruhr gesorgt. Mehrere Anwohner riefen die Polizei. Die Männer hatten eine kuriose Erklärung für ihre Bewaffnung.

Mehrere besorgte Bürger riefen am Montagabend bei der Münchner Polizei an und meldeten, dass sich mehrere vermummte Personen, mit Knüppeln ausgestattet und anderweitig bewaffnet, an der Braunauer Eisenbahnbrücke aufhielten. Die Anrufer befürchteten, dass die Gruppe ein Verbrechen plante. Die entsandten Streifen, die zunächst Voraufklärung betrieben, konnten die Mitteilungen bestätigen, woraufhin weitere Polizisten anrückten.

Da nicht auszuschließen war, dass es sich bei den festgestellten Waffen um scharfe Schusswaffen handelte, führten die Beamten sofort eine Kontrolle der Bewaffneten durch. Insgesamt waren von dieser Durchsuchungsaktion 12 Personen im Alter zwischen 24 und 35 Jahren betroffen. Viele dieser Personen waren vermummt und mit Knüppeln, Baseballschlägern, Messern und ähnlichem bewaffnet.

Nach dem Zugriff, bei dem eine Person leicht an der rechten Schulter verletzt wurde, konnten unter anderem eine Schreckschussmaschinenpistole, ein Schreckschussmaschinengewehr, weitere Schreckschusspistolen, Springmesser, zwei Baseballschläger, Gesichtsmasken, Taschenmesser, Luftgewehre, Schlagringe und Äxte sichergestellt werden. Zudem kassierten die Polizisten eine Videokamera, mit der sich die Gruppe gegenseitig gefilmt hatte. "Offenbar wollte die Gruppe ein Musikvideo drehen", so ein Polizeisprecher.

Nach der Durchsuchung aller Anwesenden und deren Identitätsfeststellung wurden die 12 Kontrollierten wieder entlassen. Gegen sie werden Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen unter anderem nach dem Waffengesetz, dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz geprüft und erstattet.

mm

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